22.09.2007 13:37 |

F1-Spionageaffäre

McLaren-Mercedes beruft nicht gegen Strafe

McLaren-Mercedes hat am Freitag auf einen Einspruch gegen die Rekordgeldstrafe von 100 Millionen Dollar und den Abzug aller Konstrukteurs-Punkte in der aktuellen Formel-1-Saison verzichtet. Dem britisch-deutschen Team war am 13. September eine historische Buße auferlegt worden, weil der Automobil-Weltverband FIA zum Schluss gekommen war, dass der Rennstall vertrauliche Ferrari-Daten nachweislich zum eigenen Vorteil genutzt hatte.

"Wir glauben, dass die Zeit gekommen ist, diese große Ablenkung hinter uns zu lassen. McLaren will Rennen und WM-Titel holen. Wir sind glücklich, bei unseren Mitarbeitern, den Sponsoren und Partnern und unseren Fans Rückhalt zu haben. Sie alle sind daran interessiert, dass wir uns darauf konzentrieren, die Fahrer-WM und die ausstehenden drei Rennen der Saison zu gewinnen", erläuterte McLaren-Teamchef Ron Dennis.

Der FIA-Weltrat hatte McLaren-Mercedes Industriespionage vorgeworfen. Das Gremium sah es als erwiesen an, dass McLaren im Besitz von geheimen Informationen seines Konkurrenten Ferrari gewesen sei. Der nach Bekanntwerden der Affäre umgehend suspendierte ehemalige McLaren-Chefdesigner Mike Coughlan hatte nach eigener Aussage 780 Seiten vertraulichen Ferrari-Materials vom einstigen Chefmechaniker der Scuderia, Nigel Stepney, bekommen. Es gab aber keine Beweise, dass das Team das vertrauliche Material des Rivalen tatsächlich genutzt hatte.

Der Verzicht McLarens bedeutet, dass Ferrari als Konstrukteurs-Weltmeister feststeht. Konsequenzen für die McLaren-Piloten Fernando Alonso und Lewis Hamilton gab es nicht.

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