Di, 21. August 2018

"Mehl des Terrors"

25.08.2007 13:25

Harmlose Läufer lösten in den USA Terrorängste aus

Wie paranoid die Terrorangst in den USA schon ist, zeigt folgende Geschichte: Ein Geschwisterpaar hat auf einem Parkplatz mit Mehl eine Spur für seinen Laufklub ausgelegt und damit Terroralarm ausgelöst. Wegen des Mehls wurde ein großes Möbelhaus in New Haven im Staat Connecticut mit Hunderten Besuchern geräumt. Nun droht den beiden Sportlern eine Anklage wegen Landfriedensbruchs.

"Das haben wir absolut nicht gewollt und nicht erwartet", sagte Daniel Salchow am Freitag. Er und seine Schwester Dorothee, zu Besuch aus Deutschland, sind Mitglieder der Hash House Harriers, eines in zahlreichen Ländern vertretenen Vereins, dessen Mitglieder sich selbst als "Trinker mit einem Laufproblem" beschreiben. Nach dem Vorbild der Schnitzeljagd weist der Klub für die Lauftreffs einen Pfad mit Mehl- oder Kreidezeichen aus, unterwegs und zum Ende des Laufs gibt es mehrere "Bierstopps".

Stadt will Entschädigung
Eine Sprecherin des Bürgermeisters von New Haven sagte, das mit Pfeilen und Kreide verbundene Pulver hätte einen terroristischen Hintergrund haben können. Glücklicherweise sei dies nicht der Fall gewesen, aber es habe viele Kräfte gebunden, das herauszufinden. Deshalb werde die Stadt von den Salchows Entschädigung verlangen.

Mehl als "Bio-Kreide" verwendet
Daniel Salchow sagte, nach den Anschlägen vom 11. September 2001 habe der Klub vorübergehend Kreide zur Markierung der Strecke verwendet.

Mittlerweise werde aber wieder Mehl verwendet, das sei biologisch abbaubar. Der Klub hatte in den USA bereits in der Vergangenheit Ärger mit seinen Spuren: 2002 wurde wegen eines Pfads aus Mehl ein Einkaufszentrum in North Carolina evakuiert. Kurz zuvor wurden in Mississippi zwei Läufer festgenommen, weil sie weißes Pulver zur Markierung einer Route auf einem belebten Platz benutzten.

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