Mi, 26. September 2018

Neue Führung

12.11.2017 17:53

Frischer Wind beim steirischen Bio-Wein

Anfangs ein Nischenprodukt, ist steirischer Biowein längst auf der Überholspur. Etwa 20 Prozent der Anbauflächen werden bereits biologisch bewirtschaftet, große Namen wie Sattler, Sabathi und Lackner-Tinnacher steigen ein. Mit Christof Winkler-Hermaden (30) ist nun ein innovativer Kopf Obmann der Biowinzer.

"Als ich vor mehr als zehn Jahren Obmann wurde, gab es in der Steiermark gerade einmal 60 Hektar Bioweinbaufläche. Jetzt haben wir knapp 1000 Hektar", zieht Otto Knaus aus Sulztal zum Abschied stolz Bilanz. Auch atmosphärische Verbesserungen stellten sich ein: "Anfangs gab es viele Konflikte, jetzt herrscht eine große Kollegialität."

Nach dem Horror-Erntejahr 2016 mit bis zu 95 Prozent Ausfällen lässt die Bilanz des heurigen Jahres wieder lächeln. Knaus: "Bei der Ernte hat alles gepasst. Die neuen Weine werden im März und April abgefüllt." Im Gegensatz zu heuer wird es dann auch wieder eine Bioweinverkostung geben - diesmal vielleicht schon in Graz anstatt wie bisher in Leibnitz, um ein größeres Publikum zu erreichen und dem gestiegenen Stellenwerte Rechnung zu tragen.

Es wäre ein Ausrufezeichen für den neuen Vorstand der steirischen Biowinzer. An der Spitze steht der Kapfensteiner Christof Winkler-Hermaden, der Molekular-, Mikrobiologie und Pflanzenwissenschaften studierte. Als stellvertretende Obmänner stehen ihm Georg Thünauer (Eichberg) und Christian Strohmaier (Biogut Herrgott in St. Stefan ob Stainz) zur Seite.

Jakob Traby, Kronen Zeitung

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