Mi, 17. Oktober 2018

Zu Tode gearbeitet?

30.10.2017 13:59

China: Teenager-Model (14) stirbt bei Fashion Week

Ein 14-jähriges Model ist nach der China Fashion Week in Shanghai zusammengebrochen und kurz darauf gestorben. Die Russin Wlada Dsjuba hatte ingesamt 16 Jobs während der Modewoche absolviert. Kurz vor ihrem Tod hatte sie über Schwindel und Müdigkeit geklagt. Die chinesische Agentur, die Wlada gebucht hatte, erklärte am Montag, das Mädchen habe nie länger als acht Stunden am Tag gearbeitet und reguläre Pausen eingelegt.

Die 14-Jährige war am Freitag in einem Krankenhaus in Shanghai gestorben. Am Dienstag - eine knappe Woche nach der Fashion Week in Shanghai - hatte sie erstmals über Schwindel geklagt. Während eines Telefongesprächs mit ihrer Mutter hatte das Mädchen noch gesagt, dass es "so müde sei und nur noch schlafen wolle".

Die Zeitung "The Siberian Times" schrieb, das Model sei an einer durch Erschöpfung verschlimmerten Hirnhautentzündung gestorben. Die "Global Times" zitierte einen Vertreter der Fashion Week, laut dem in dem Fall ermittelt wird. Das Blatt berief sich außerdem auf einen Krankenbericht, demzufolge die Jugendliche an einer Art Blutvergiftung litt.

Agentur: Model erst nach Modewoche erkrankt
Die Agentur Esee schrieb auf Weibo, dem chinesischen Pendant zum Kurzbotschaftendienst Twitter, sie würde bedauern, "einen Engel" verloren zu haben. Esee verwies darauf, dass Dsjuba erst sechs Tage nach der Fashion Week krank geworden sei. Nach Angaben der Agentur hatten Dsjuba und ihre russische Modelagentur mit Esee einen Vertrag über drei Monate abgeschlossen.

Dsjuba starb weniger als zwei Wochen vor ihrem 15. Geburtstag. In China dürfen auch Jugendliche, die jünger als 16 Jahre alt sind, in bestimmten Branchen eingestellt werden, wenn sie eine offizielle Erlaubnis haben. Viele westliche Models in China kommen aus der ehemaligen Sowjetunion und wollen in der harten Modebranche Karriere machen.

 krone.at
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