11.08.2017 17:46 |

Keine Visa für Syrer

Conchita Wurst sagt Konzert aus Protest ab

Conchita Wurst zeigt den britischen Behörden die kalte Schulter: Die Bühnen-Diva sagte am Freitag kurzfristig einen Auftritt in der schottischen Hauptstadt Edinburgh ab, weil ihre drei aus Syrien stammenden Begleitmusiker kein Visum für Großbritannien bekommen haben. In einem Facebook-Eintrag kritisierte Wurst die Entscheidung der britischen Behörden als "bedauerliche Tatsache". Die Absage tue ihr und ihren Musikern "sehr leid, weil wir uns auf den Auftritt gefreut hatten".

Der Auftritt sollte eigentlich am Freitagabend auf dem Edinburgh International Festival stattfinden, das der Zusammenarbeit zwischen europäischen Künstlern und Migranten gewidmet ist. Conchita Wurst wollte dort mit dem Trio Basalt auftreten. Dieses besteht aus drei Syrern, die vor dem Bürgerkrieg nach Wien geflohen sind.

Organisatoren kritisieren Behörden: "Symbolik wirklich furchtbar"
Dass der Auftritt auf dem multikulturellen Festival ausgerechnet an einer Visaentscheidung scheiterte, stieß auch bei den Organisatoren in Edinburgh auf scharfe Kritik. "Die Symbolik dieser Entscheidung ist wirklich furchtbar", sagte Festivaldirektor Fergus Lineham. "Gerade wegen der Zielsetzung des Projekts ist das besonders frustrierend." Das Festival wolle eigentlich zeigen, "wie unterschiedliche Menschen die kulturelle Geografie eines Ortes bereichern können".

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