So, 22. Juli 2018

Weiter Aufschwung

28.07.2017 09:55

Österreichs Wirtschaft setzt Wachstum fort

Die heimische Wirtschaft hat heuer im Zeitraum April bis Juni ihr kräftiges Wachstum fortgesetzt. Wie schon im ersten Vierteljahr legte das Bruttoinlandsprodukt (BIP) erneut um 0,8 Prozent im Quartalsabstand zu, gab das Wirtschaftsforschungsinstitut (Wifo) am Freitag in seiner Schnellschätzung bekannt. Grund für den anhaltenden Aufschwung waren dynamische Exporte, höhere Investitionen der Firmen sowie eine stabile Konsumnachfrage.

Im Jahresabstand lag das BIP im Zeitraum April bis Juni real um 2,2 Prozent über der gleichen Vorjahresperiode, nach +2,5 Prozent im ersten Quartal.

"Impulse aus dem Inland und dem Ausland"
"Das Wachstum steht auf breiter Basis, mit Impulsen sowohl aus dem Inland als auch aus dem Ausland", erklärte das Wifo dazu in einer Aussendung. Die Konsumnachfrage habe erneut einen soliden Wachstumsbeitrag geliefert, wenngleich der Zuwachs im zweiten Vierteljahr leicht an Dynamik verloren habe (+0,2 Prozent, nach +0,3 Prozent im ersten Quartal). Die privaten Konsumausgaben (samt Organisationen ohne Erwerbszweck) stiegen mit 0,3 Prozent etwas geringer als in den Vorperioden, in denen die Steuerreform-Effekte noch die Ausgabenbereitschaft der Verbraucher erhöht hatten. Die öffentlichen Konsumausgaben stiegen erneut um 0,1 Prozent.

Unternehmen investieren weiterhin
Die Investitionstätigkeit der Unternehmen wurde im zweiten Quartal abermals gesteigert. Auch der Außenhandel setzte laut Wifo die gute Entwicklung von Jahresbeginn fort. Die Ausweitung der Exporte beschleunigte sich im zweiten Quartal auf 2,4 Prozent (nach +2,0 Prozent im ersten).

Starke Exportnachfrage in der Industrie
Getragen von der starken Exportnachfrage verstärkte sich auch der Aufschwung in der Industriekonjunktur. Die Wertschöpfung in der Sachgütererzeugung stieg um 2,2 Prozent (nach +1,9 Prozent im ersten Quartal). Auch in der Bauwirtschaft verlief die Konjunktur laut Wifo "gut" - wie bereits im vorhergehenden Zeitraum stieg die Wertschöpfung erneut um 0,9 Prozent. Ebenso unterstützten die Marktdienstleistungen das Wirtschaftswachstum. Im Handel wurde die Wertschöpfung um 0,7 Prozent ausgeweitet, in Beherbergung und Gastronomie um 0,5 Prozent.

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