03.04.2017 16:47 |

Deponie in Brückl

Eine Hülle soll die Altlast für Jahre sichern!

Mit einem neuartigen Projekt soll die Chemie-Altlast in Brückl nach gescheiterter Sanierung entschärft werden. Die "Krone" durfte sich kürzlich vor Ort ein Bild von den Arbeiten machen. Fazit: Ein Großteil der gefährlichen Blaukalk-Hügel ist bereits unter einer Spezialhülle verschwunden, die Arbeiten sind voll angelaufen.

Seit vielen Jahren belasten Chemie-Abfälle das Grundwasser und den Gurkfluss. Mit dem Versuch, den Blaukalk loszuwerden, gelangten Schadstoffe auch in die Luft.

Um eine weitere Ausbreitung zu verhindern, sind auf der Deponie jetzt die Sicherungsarbeiten voll angelaufen. Mit Kränen werden schwarze Folien und Matten auf die weißen Blaukalk-Hügel gehoben. Eine Spezialfirma aus Weitensfeld, die auch Speicherteiche abdichtet, ist mit mehreren Mann im Einsatz. "Es gilt, eine Fläche von zwei Hektar zu sichern", erklärt Erich Eibensteiner, Zivilingenieur und Baukoordinator.

Das Projekt zur Deponie-Sicherung, mit dem das Ausdampfen von Hexachlorbenzol und anderer Umweltgifte verhindern werden soll, sei einzigartig, heißt es. Noch nie seien so viele Schichten verbaut worden Trennfliese, Kiesfilter, Bentonitmatten, Aktivkohle-Matten, Kunststofffolien sollen die Deponie entschärfen. Was sich darunter ansammelt, wird abgesaugt und gefiltert. "Die Schutzhülle muss absolut dicht sein. Jede Schweißnaht wird mit Luftdruck überprüft und bekommt eine Prüfnummer", so der Koordinator. Noch vor dem Sommer soll die Oberfläche dicht sein.

Bis Ende des Jahres werden Schlitzwände errichtet, um unterirdisch das Grundwasser zu schützen. Projektplaner gehen davon aus, dass die "Verpackung" mindestens die nächsten fünf Jahrzehnte lang halten soll. Wird davor eine Möglichkeit gefunden, das Material endlich loszuwerden, gibt es eine Hintertür. Eibensteiner: "Dank der Bauweise könnte das Material ganz einfach wieder entnommen und verwertet werden."

Thomas Leitner, Kärntner Krone

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