Mo, 20. August 2018

Saisonabschluss

06.03.2017 12:02

Hirscher: Nach US-Trip geht's direkt in den Urlaub

Sollte Marcel Hirscher mit denselben Prioritäten seine Karriere fortsetzen, dann führt im Gesamtweltcup wohl weiterhin kein Weg am Salzburger vorbei. Der Gewinner von sechs großen Kristallkugeln wird sich nach den Technikrennen in Aspen in einen längeren Urlaub begeben, ehe er für Medien- und Sponsorverpflichtungen nach Österreich zurückkommen wird. Im Sommer wird über die Zukunft entschieden.

Beim Rennwochenende in Kranjska Gora holte der 28-Jährige den Gesamtweltcup sowie vorzeitig auch die Disziplinwertungen im Riesentorlauf und Slalom in sein Lager. "In den nächsten ein, zwei, drei, vier Jahren sehe ich keinen, der da mithalten kann. Er ist überragend", sagte der am Sonntag im Slalom drittplatzierte Deutsche Felix Neureuther über den Sammler großer Kristallkugeln.

Punkte-Wahnsinn
Vier Rennen vor Schluss hat Hirscher 554 Punkte Vorsprung auf seinen ersten Verfolger, dem Norweger Kjetil Jansrud, sowie 558 auf den Norweger Henrik Kristoffersen, 576 auf den Franzosen Alexis Pinturault sowie 795 auf Neureuther. Vergangene Saison hatte Hirscher am Ende nach 44 Rennen 497 Zähler Vorsprung auf Kristoffersen. Heuer könnten es bei nur 36 Bewerben deutlich mehr sein. Den Rekord hält übrigens seit 2001 Hermann Maier, als er 743 vor Landsmann Stephan Eberharter gewann.

Auch wenn es so aussieht - leicht ist das alles nicht, wird Hirscher nicht müde zu betonen. "Den Gesamtweltcup kannst nicht planen. Du brauchst nur zweimal krank zu sein, dir den Finger verstauchen oder im Rennen nicht am Start sein, dann kannst du die Kugel abschreiben. Also vergiss es." Er sei in der Lage gewesen, in allen Rennen, die er sich vorgenommen habe, anzutreten. "Spätestens im Jänner, wenn man dann noch dabei ist bei der Musik, kann man sagen, 'okay, gib ihm, bleib dran, bleib dran, bleib dran'."

Tritt er im Super-G doch an?
Nach ein paar Tagen Pause wird Hirscher am Freitag in die USA zum Weltcupfinale reisen. Am Sonntag erklärte er, auf ein Antreten im Super-G zu verzichten, das letzte Wort scheint aber noch nicht gesprochen. "Aus taktischen Gründen fürs nächste Jahr wegen der Startnummer, weil ich ja heuer nichts zusammengebracht habe im Super-G", lautete eine schon vorher angestellte Überlegung. Hirscher ist 25. der für die Startnummer entscheidenden WCSL-Liste, unter den 30 zu bleiben ist das Ziel.

So oder so standen vor Aspen keine größeren Feierlichkeiten an. "In jungen Jahren in Schladming nach dem Sieg, da war das super. Aber Partymachen geht nicht mehr. Natürlich geht es, aber dann stimmt die Leistung nicht mehr, und das ist etwas, das mich viel mehr ärgert. In sehr naher Zeit habe ich so viel Zeit zum Feiern", sagte Hirscher. 

Keine Reise nach Südkorea
Nach Aspen ist vorerst mal Schluss mit Skifahren, Hirscher wird nicht - wie es derzeit der Plan anderer ÖSV-Läufer ist - nach Südkorea und damit zum Olympiaschauplatz 2018 zum Trainieren und Skitesten fliegen. "Ich war dort schon, habe mich bewusst letztes Jahr für diese Reise entschieden. Super-G und Abfahrt bin ich gefahren, einen Tag habe ich Riesentorlauf trainiert und mir den Slalom angeschaut."

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