Mo, 20. August 2018

Nerven liegen blank

05.10.2006 16:45

Team-interne Kritik von Alonso vor Japan-GP

Die Nerven liegen in der entscheidenden Phase der Formel-1-WM blank - vor allem bei Renault. Die Beziehung von Weltmeister Fernando Alonso zu seinem Team, das er mit Saisonende in Richtung McLaren-Mercedes verlässt, bröckelt auch vor dem vorletzten Saisonrennen in Suzuka weiter. Der 25-jährige Spanier kritisierte am Donnerstag unter anderem seinen Teamkollegen Giancarlo Fisichella.

Der Italiener hatte den Titelverteidiger am vergangenen Sonntag in Shanghai zwischenzeitlich überholt, was dem Spanier sauer aufstieß. Fisichella verteidigte sich postwendend: "Ich habe nur meinen Job gemacht und war in dieser Situation schneller als er. Wenn Alonso gewinnt oder nicht, ist das nicht meine Schuld."

Alonso bekräftige seine bereits mehrmals geäußerte Kritik an seinem Team. "Ich hätte mehr Hilfe bekommen können. Wir haben verschiedene Ansichten, aber manchmal fühle ich mich alleine gelassen", erklärte der Asturier und nannte die Rennen in Indianapolis und zuletzt in China, als er seinen 25- Punkte-Vorsprung gegenüber WM-Konkurrent Michael Schumacher endgültig verspielt hatte.

Geschlossenheit bei Ferrari
"Mit Sicherheit ist dem Team der Konstrukteurs-Titel wichtiger", meinte Alonso. In der Hersteller-Wertung führt Renault einen Punkt vor Ferrari. Während der Haussegen beim zu Saisonbeginn noch dominierenden Team nach einigen enttäuschenden Ergebnissen seit Wochen schief hängt, demonstrieren Schumacher und Ferrari vor dem womöglich vorentscheidenden Grand Prix von Japan am Sonntag (7:00 Uhr/live ORF1) Geschlossenheit.

Möglichkeit zum vorzeitigen WM-Titel
Seit China führt Michael Schumacher die WM-Wertung auf Grund von mehr Saisonsiegen (7:6) gegenüber dem punktgleichen Alonso erstmals an. Der 37-jährige "Schumi" könnte daher am Sonntag mit einem Sieg und einem gleichzeitigen Out des Spaniers vorzeitig seinen achten Weltmeistertitel einfahren.

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