Fr, 22. März 2019
28.09.2016 17:21

Trennung von Spanien

Kataloniens Präsident verspricht Referendum 2017

Die Regionalregierung von Katalonien setzt ihre Bemühungen zur Trennung von Spanien ungeachtet der Widerstände der Zentralregierung und des Madrider Verfassungsgerichts fort. Im Juni 2017 werde die Region im Nordosten des Landes schon alle Vorkehrungen getroffen haben, "um mit allen Garantien unabhängig werden zu können", sagte Regierungschef Carles Puigdemont am Mittwoch in einer Rede vor dem katalanischen Parlament in Barcelona.

Vor einer Unabhängigkeitserklärung wolle er im kommenden September auf jeden Fall ein Referendum unter den rund 7,6 Millionen Einwohnern Kataloniens veranstalten, so Puigdemont weiter. Er wolle die Befragung über die Unabhängigkeit nach Möglichkeit mit der Zentralregierung paktieren, sich aber von einem allfälligen Nein aus Madrid nicht stoppen lassen.

Madrid will Trennung nicht zulassen
Die Zentralregierung hatte wiederholt betont, man werde eine Trennung Kataloniens unter keinen Umständen zulassen. Vor zwei Jahren war die Regierung von Katalonien mit dem Versuch gescheitert, das Verbot einer Volksbefragung zur Unabhängigkeit der spanischen Region aufheben zu lassen. Spaniens Oberster Gerichtshof in Madrid wies im November 2014 einen entsprechenden Antrag zurück. Bei den Regionalwahlen im Herbst des Vorjahres haben die Separatisten aber erneut klar gewonnen und den Triumph als "Mandat zur Unabhängigkeit" interpretiert.

Katalonien verfügt über eine eigene Sprache und Kultur. In der Autonomen Gemeinschaft wird rund ein Fünftel des gesamten Bruttoinlandsprodukts Spaniens erwirtschaftet.

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