17.08.2016 15:44 |

Zahlen aus Graz

Sozialhilfe für Türken & Co.

Kaum zu glauben aber wahr: Gewaltige 51 Prozent der in Graz lebenden "Russen" und immerhin 18 Prozent der Türken beziehen Mindestsicherung. Vertieft man sich mit einem Taschenrechner bewaffnet ins Zahlenwerk zur Mindestsicherung in Graz, kann man höchst Erstaunliches zutage fördern!

Per Stichtag 1. Jänner 2016 haben 18 Prozent der in Graz hauptwohnsitzgemeldeten Türken Mindestsicherung erhalten - in absoluten Zahlen: Von 5048 Türken haben 906 Sozialhilfe bekommen.

Noch krasser sind die Zahlen bei Bürgern aus der russischen Föderation (hier geht es wohl hauptsächlich um Tschetschenen): 51 Prozent sind es, die Mindestsicherung bezogen haben.

Nur zum Vergleich: Bei Österreichern beträgt der Anteil 2,6 Prozent.

"Fleißige Rumänen"

Die "Russen" (921) und Türken stellen die größte Gruppe der ausländischen Bezieher der Sozialhilfe in Graz (insgesamt 10.700 am 1. Jänner 2016). Gefolgt von Afghanen (350), Syrern (280) und Rumänen (279). Gemessen an deren Zahl in Graz beträgt der Anteil der Sozialhilfebezieher bei Afghanen 25, bei Syrern 38 Prozent.

Anders sieht es bei den Rumänen aus: Nur 4,7 Prozent der in Graz hauptwohnsitzgemeldeten benötigen Mindestsicherung.

Verdoppelung

Die Mindestsicherung liegt aufgrund der stark steigenden Kosten (Verdoppelung etwa in Graz seit 2012 im Vorjahr auf 49 Millionen Euro) österreichweit unter dem Mikroskop. VP-Integrationsstadtrat Kurt Hohensinner sieht das System als nicht mehr leistbar an - wir haben gestern berichtet.

Der Grazer SP-Chef und Sozialstadtrat Michael Ehmann jedoch will an der Mindestsicherung festhalten. Er sieht sie als wirksamstes Mittel für soziale Stabilität. Und letztlich sichere die Mindestsicherung auch den Wirtschaftsstandort Österreich, denn wo es soziale Unruhen gebe, liege auch die Wirtschaft im Argen.

Ehmann möchte aber eine österreichweit einheitliche Lösung: "Es kann nicht sein, dass es unterschiedliche Höhen bei der Mindestsicherung gibt." Und zu finanzieren sei sie ohne Weiteres - etwa durch eine Vermögenssteuer, die Schließung von Steuerschlupflöchern für Unternehmen oder eine Erbschaftssteuer.

Die Hetzer

Der Grazer FP-Chef Mario Eustacchio findet Hohensinners Resümee richtig, meint aber (nicht ganz zu unrecht): "Wir warnen seit Jahren vor der Unfinanzierbarkeit der Willkommenspolitik und wurden dafür als Hetzer denunziert. Jetzt stellen sich Hohensinner und andere VPler endlich der Realität. Die Mindestsicherung ist nicht mehr leistbar!"

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