Mo, 20. August 2018

Terror im Irak

25.03.2016 22:12

Selbstmordanschlag bei Fußballspiel: Dutzende Tote

Bei einem Selbstmordanschlag in einem Dorf südlich der irakischen Hauptstadt Bagdad sind am Freitag nach Angaben von Polizei und Rettungskräften mindestens 30 Menschen getötet worden. Der Attentäter habe sich während der Siegerehrung nach einem Fußballspiel in einer Menschenmenge in die Luft gesprengt, sagte ein Polizist in der Ortschaft Al-Asriya. Das Dorf liegt etwa 40 Kilometer von Bagdad. Neben den Todesopfern gab es dem Polizisten zufolge mehr als 60 Verletzte.

"Es sollte gerade der Siegerpokal übergeben werden, als sich der Attentäter in der Menge in die Luft sprengte", berichtete der Polizist. Im Krankenhaus der nächstgelegenen größeren Stadt Iskandariyah wurde am Abend die Zahl von 30 Todesopfern bestätigt. "Auch der Bürgermeister starb im Krankenhaus an den bei der Explosion erlittenen Verletzungen", sagte ein Arzt.

Noch hat sich niemand zu dem blutigen Anschlag bekannt. Laut Beobachtern trägt er aber die Handschrift der sunnitischen Dschihadistenmiliz Islamischer Staat. Vor Kurzem hatte die irakische Armee eine Großoffensive zur Rückeroberung der vom IS gehaltenen Großstadt Mossul im Norden des Irak begonnen. Einige Dörfer im Großraum der Stadt konnten bereits zurückgewonnen werden.

Rückeroberung Mossuls wird wohl Monate dauern
Bis der eigentliche Angriff auf Mossul beginnt, könnten aber noch Monate vergehen. Die Kämpfe südöstlich der Metropole sind derzeit noch rund 70 Kilometer von der Stadt entfernt.

Der IS brachte Mossul im Sommer 2014 unter seine Kontrolle - die Einnahme der zweitgrößten irakischen Stadt war einer der größten Erfolge der Extremisten. Die frühere Millionenstadt gilt neben Rakka in Syrien als inoffizielle Hauptstadt der Terrormiliz.

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