05.02.2016 20:47 |

Bewaffnete Kräfte

Schweden: AKWs werden künftig schärfer bewacht

Die Atomkraftwerke in Schweden sollen schärfer bewacht werden. Angesichts der weltweiten Sicherheitslage ordnete die Atomaufsicht des Landes am Freitag unter anderem an, dass künftig bewaffnete Sicherheitskräfte und Wachhunde eingesetzt werden müssen. Die AKW-Betreiber müssten die neuen Vorschriften bis spätestens in einem Jahr umsetzen, teilte die Aufsichtsbehörde mit.

"Wenn sie es früher tun, wäre das gut", sagte ein Sprecher der Behörde. Hintergrund sei nicht ein einzelner Vorfall, sondern man reagiere auf die veränderte allgemeine Sicherheitslage. Die Erfüllung der schärfen Auflagen für die Bewachung soll Voraussetzung für die Erteilung einer AKW-Lizenz sein.

In Schweden stehen insgesamt neun Atomreaktoren an drei Standorten. Der schwedische Energiekonzern Vattenfall betreibt die AKWs Ringhals und Forsmark, der deutsche Konzern E.ON Oskarshamn.

Umweltschützer zeigten Sicherheitslücken auf
Die schwedischen Atomkraftwerke werden bereits bewacht. So ist es auch verboten, die Gelände zu überfliegen. Doch haben in den vergangenen Jahren Umweltschützer wiederholt auf Lücken in der Sicherheit hingewiesen.

So überwanden im Jahr 2012 rund 50 Greenpeace-Aktivisten einen Zaun um das AKW Forsmark und gelangten ganz in die Nähe der Reaktor-Gebäude. Ein Aktivist konnte sich vier Stunden lang dort aufhalten, bevor er entdeckt wurde.

Kommentare
Eingeloggt als 
Nicht der richtige User? Logout

Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung.

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).