So, 19. August 2018

Crowdinvestment

24.11.2015 07:54

Neues Finanzmodell bei Rapid: Fans als Investoren

Der SK Rapid Wien geht bei der Finanzierung des Stadionbaus neue Wege. Bei der Ordentlichen Hauptversammlung präsentierte Vereinspräsident Michael Krammer ein neues Crowdfunding-Modell. Die Fans der Hütteldorfer können sich als "Rapid InvesTOR" am Bau des Allianz Stadions finanziell beteiligen. Zusätzlich gab der Rekordmeister bekannt, dass der Profibetrieb ab 30. Juni 2016 in eine Kapitalgesellschaft ausgegliedert wird. "Es ist vielleicht keine Entscheidung für die Ewigkeit, aber wir haben uns dazu entschlossen, im ersten Schritt den Profibetrieb in eine GmbH auszugliedern", sagte Krammer. In zwei, drei Jahren werde man evaluieren, ob diese Gesellschaftsform noch immer das Richtige sei.

"In den ersten drei Jahren gilt aber jetzt einmal diese Gesellschaftsform", so Krammer, der sich damit gegen eine Umwandlung in eine AG, wie es der Lokalrivale Austria gemacht hat, aussprach. Rapid bleibe hundertprozentiger Eigentümer. "Es wird keine Beteiligung geben. Das gewählte Präsidium stellt somit die Gesellschaftsvertretung und kontrolliert auch im Sinne der Mitglieder die GmbH", verlautete Krammer.

Ab in die SK Rapid GmbH
Bereits mit 30. Juni 2015 wurden die beiden "Rapid-Töchter" Wirtschaftsbetriebe GmbH und Sportstättenbetrieb GmbH zur SK Rapid GmbH zusammengeführt. In diese wird dann auch nächstes Jahr der Profibetrieb ausgegliedert. Durch die Zusammenlegung wurde dort auch eine neue Geschäftsführung etabliert. Christoph Peschek fungiert als Geschäftsführer Wirtschaft, Sportdirektor Andreas Müller ist Geschäftsführer Sport.

Crowdinvestment beim Stadionbau
Auch an der Stadionbau-Front gibt es Neuigkeiten: Denn Rapid geht bei der Finanzierung des Baus neue Wege. Bereits unmittelbar vor der Ordentlichen Hauptversammlung wurde dazu ein Crowdinvestment-Angebot präsentiert. Der "Rapid InvesTOR" ist eine Veranlagung in Form von qualifizierten Nachrang-Darlehen, die Anleger der SK Rapid GmbH gewähren. "Alle Sympathisanten, Freunde, Fans und Familienmitglieder des Vereins sind eingeladen, eine starke weitere Säule unseres neuen Stadions zu werden", verlautete Präsident Michael Krammer.

Die neue Finanzierungsidee mache den Klub unabhängiger von Banken und rücke ihn noch näher zu den Fans. Investoren können sich ab einem Investitionsvolumen von 100 Euro am Crowdinvestment beteiligen. "Der Rapid InvesTOR richtet sich an alle, die ihr Vermögen mittel- bis langfristig veranlagen wollen, an den Erfolg des SK Rapid glauben und einen Weg mit dem SK Rapid gemeinsam gehen möchten", sagte Rapid-Geschäftsführer Christoph Peschek. Investoren können zwischen den Laufzeiten 5,7 und 9 Jahre wählen, die Basiszinssätze (2, 2,5 und 3 Prozent) variieren dabei.

"Es wird genug geben, die 100 oder 500 Euro investieren"
Neben den jährlichen Basiszinsen warten - abhängig vom sportlichen Erfolg im Europacup - auch Bonuszinsen. Höchstgrenze für die Investitionen sind drei Millionen Euro. "Unser Ziel ist ganz klar, dass wir das Nummer-Eins-Crowdinvesting-Projekt in Österreich werden", gab Krammer seine Zielsetzung preis. Investitionszusagen gebe es bereits von sehr namhaften Persönlichkeiten. "Das Angebot richtet sich an Rapidler, die Teil des Jahrhundertprojekts Allianz-Stadion sein wollen. Es wird genug geben, die 100 oder 500 Euro investieren, aber auch welche, die mehr investieren", so Rapids Präsident.

Am Ende der Laufzeit erhalten die Investoren ihr Kapital zurück, sofern keine Zahlungsunfähigkeit vorliegt oder kein negatives Eigenkapital vorhanden ist. In diesen Fällen würde sich die Rückzahlung bis zu besseren Zeiten nach hinten verschieben. Ein Horror-Szenario für die Fans wäre die Insolvenz von Rapid, dann würden die Investoren wohl größtenteils durch die Finger schauen. Die Darlehen sind nämlich qualifiziert nachrangig, das bedeutet, dass Forderungen der Anleger im Falle der Liquidation oder Insolvenz erst nach den Forderungen aller nicht qualifiziert nachrangigen Gläubiger bedient werden.

Hier im Video sehen Sie den 6:1-Sieg von Rapid gegen Mattersburg in der vergangenen Bundesliga-Runde:

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