Do, 19. Juli 2018

US-Masters

10.04.2006 16:04

Golf-Profi Mickelson gewinnt US-Masters

Mit einem flüchtigen Lächeln auf den Lippen schlüpfte Phil Mickelson im Farbenmeer blühender Azaleen in das "Grüne Jacket" des US-Masterssiegers und fiel dann seiner Frau Amy und den drei Kindern in die Arme. Zum zweiten Mal in seiner schillernden Golfprofi-Karriere hatte der 35-jährige Kalifornier aus San Diego das "Monster von Augusta" bezwungen und den dritten Major-Sieg seit 2004 gefeiert. Nach 281 Schlägen (70+72+70+69) war die Konkurrenz auf dem Par 72-Kurs in Georgia an der legendären Magnolia Lane düpiert.

Hinter dem zweitplatzierten Tim Clark (28370+72+72+69) folgten im Abstand von drei Schlägen der Weltranglisten-Erste und Titelverteidiger Tiger Woods (USA) sowie Retief Goosen (Südafrika), Fred Couples (USA), Chad Campbell (USA) und José Maria Olazábal (Spanien) mit jeweils 284 Schlägen auf Rang 3. Mickelson hatte erst vor einer Woche die BellSouth Classic mit dem Rekordvorsprung von 13 Schlägen gewonnen, als Woods ("Ich habe durch meine schlechten Putts verloren") eine Pause einlegte.

"Als der Putt am 15. Grün fiel, habe ich erstmals an den Sieg geglaubt und es da draußen richtig genossen. Es war ein langer, aber wundervoller Tag gewesen", versicherte der Publikumsliebling. Aber seltsam emotionslos verbarg der ewig grinsende Linkshänder seine Gefühle beim Triumphmarsch an den 30 000 Fans vorbei. Bedankte sich artig und kassierte den Siegerscheck von 1,26 Millionen Dollar für die Arbeit von vier Runden auf einem der schwierigsten und mit 6806 Metern längsten Major-Plätze weltweit.

Komplikationen aufgrund schwerer Unwetter
Nach einem schweren Unwetter hatten am Samstag nur 11 der 47 Teilnehmer bis zur einbrechenden Dunkelheit ihre dritte Runde und nach kurzer Paus am Sonntag die Finalrunde beendet. Der zweimalige Masters-Sieger Bernhard Langer verpasste bereits am Freitag nach 153 Schlägen den Cut zum dritten Mal seit 1982 und war leicht frustriert abgereist. Dagegen landete von den "Big Five" der Weltranglisten- Führenden nur Ernie Els (Südafrika/292) nicht unter den Top Ten.

"Starkes Moment größter Zufriedenheit"
"Ich habe das Gefühl genossen, solche Kaliber wie Tiger, Retief, Ernie sowie Vijay Singh besiegt zu haben", gab Mickelson zu, "das ist ein unglaublich starkes Moment größter Zufriedenheit". Nach der verspäteten dritten Runde war Mickelson, der bis zu seinem Masters- Sieg 2004 an selber Stelle immer als der beste Golfprofi der Welt ohne Major-Sieg galt, mit einem Zähler vor den schlaggleichen Couples und Campbell ins Finale gegangen.

Mickelson nicht zu bremsen
"Wir haben uns immer wieder angefeuert", beschrieb Mickelson die vierte Runde an der Seite von Couples, der gleich am ersten Loch mit einem Birdie zu Mickelson aufschließen konnte. Aber bei Couples häuften sich die kleinen Fehler beim Putten, als der knapp 47-Jährige eine Hand voll Chancen aus kurzer Entfernung am Loch vorbei schob. Auch der 30-jährige Außenseiter Clark konnte Mickelson nicht bremsen. "Ich glaube, ich kann mein Spiel, den Ballflug und das Putten immer besser kontrollieren. Aber ohne meine Trainer Dave Pelz und Rick Smith hätte ich drei Major-Triumphe nicht geschafft", sagte Mickelson, dem der Sprung von 4 auf Platz 2 der Weltrangliste gelang.

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