Do, 20. September 2018

Posse um Gericht

04.04.2015 17:17

"Politikern will man Baugerüst nicht zumuten"

Eigentlich hätten am Dienstag die Arbeiter loslegen sollen: Unternehmer Karl Rieser wollte eine Fassade seines Gebäudes in der Judenburger Herrengasse sanieren lassen. Doch das benachbarte Bezirksgericht macht vorerst einen dicken Strich durch die Rechnung: Weil das Gericht Ende April neu eröffnet wird, darf die Baufirma kein Gerüst aufstellen.

Nach der Schließung des Gerichts Knittelfeld brachte die Bundesimmobiliengesellschaft (BIG) den Standort Judenburg auf Vordermann. "Über ein Jahr mussten wir Baulärm ertragen", sagt Karl Rieser. Ihm gehört das benachbarte Gebäude mit einigen Büros und Wohnungen, auch Rieser selbst wohnt hier.

Nun wollte der Unternehmer die rückseitige Fassade dieses Hauses sanieren. Das Baugerüst müsste allerdings auf dem Grund der BIG stehen. Die ausführende Firma "Wifzack" aus St. Georgen stellte am 10. März einen Antrag – und erhielt vor einer Woche eine Absage. Erst ab 28. April darf ein Gerüst aufgestellt werden, einen Tag nach der offiziellen Eröffnung des Gerichts.

"Mussten kurzfristig umorganisieren"
"Den anwesenden Honoratioren wie Landeshauptmann Voves will man den Anblick eines Gerüsts wohl nicht zumuten", ärgert sich Rieser. Auch "Wifzack"-Chef Eduard Schusser schüttelt den Kopf: "Wir mussten kurzfristig umorganisieren. Zum Glück sind wir gut ausgelastet."

Bei der BIG kann man den Ärger der Murtaler nicht nachvollziehen: "Wir haben höflich gebeten, bis nach der Eröffnung zu warten. Das hat nichts damit zu tun, wer zu diesem Termin, der übrigens schon lange feststeht, kommt. Wir sind über das aktuell herrschende Gesprächsklima sehr erstaunt."

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