Mo, 16. Juli 2018

Geräte für Praxis

25.03.2015 10:17

Stadtgemeinde dreht Arzt jetzt den Geldhahn zu

Mit mehr als 50.000 Euro unterstützt die Stadt Jennersdorf einen 62-jährigen Arzt, damit dieser eine Praxis eröffnet. Als jedoch nun Notarzt Wolfgang Gangl die Gemeinde ersuchte, ihm bei der Finanzierung teurer Geräte für die Patienten unter die Arme zu greifen, hieß es nur: Pech gehabt! Der Stadtchef schweigt.

Für Aufregung in der Kollegenschaft und bei Bürgern hatte – wie berichtet – ein Gemeinderatsbeschluss gesorgt, wodurch ein neu nach Jennersdorf ziehender Arzt nahe dem Pensionsalter 54.000 Euro Finanzhilfe erhält. "Also beschloss ich, die Stadt ebenfalls um Unterstützung zu bitten", so Gemeinde- und Notarzt Wolfgang Gangl. Der erfahrene Mediziner ist in den vergangenen Jahren zusätzlich zum Ordinationsbetrieb in seiner Freizeit zu gut 9000 Notfalleinsätzen ausgefahren. "Um schwer erkrankte oder verletzte Patienten jedoch vor Ort optimal betreuen zu können, hätte ich gerne ein EKG mit Defibrillator sowie ein Beatmungsgerät angeschafft", berichtet Gangl im Gespräch mit der "Krone". Kostenpunkt etwa 40.000 Euro. "Das kann ich mir alleine aber nicht leisten, und es ginge hier um Geräte, die Patienten zugutekommen, die sich mitunter in Lebensgefahr befinden."

Ansuchen einstimmig abgeschmettert
In der jüngsten Gemeinderatssitzung wurde das Ansinnen des engagierten Arztes dennoch einstimmig abgeschmettert. "Warum, weiß ich nicht." In der Stadt wird allerdings gemunkelt, dass sich die Parteien vorher sogar abgesprochen hätten. VP-Bürgermeister Willi Thomas hüllte sich auf Anfrage dazu in Schweigen...

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