Starke Ausschreitungen
Proteste in Italien: Schüler werfen mit Fackeln
Nach den Ausschreitungen in Frankreich eskalieren nun auch Schülerproteste in Italien. In der Großstadt Turin warfen mehrere Dutzend Demonstrierender laut Augenzeugenberichten große Steine, Glasflaschen und Fackeln in Richtung der Sicherheitskräfte.
Bei Protesten von Schülerinnen und Schülern gegen die Zustände an Schulen ist es nun auch in Italien zu Ausschreitungen gekommen. Die Polizei setzte Wasserwerfer und Tränengas gegenüber den Demonstranten ein. In anderen Städten verliefen die Kundgebungen friedlich. Nach Schätzungen waren landesweit mehrere Zehntausend Schüler auf den Straßen.
Proteste in mehreren Städten
Demonstrationen gab es unter anderem auch in der Hauptstadt Rom sowie in Mailand, dem Finanzzentrum des Landes. Mit Sprechchören und Spruchbändern versicherten die Teilnehmenden ihre Unterstützung für Schülerinnen und Schüler in Frankreich, wo es bereits seit Ende September immer wieder Demonstrationen gibt. Zu hören waren auch französische Parolen wie „Tout le monde déteste la police“ („Jeder hasst die Polizei“).
Ein Video zeigt, wie Schüler in Italien versuchen, einen Bus der Polizei umzuwerfen:
Forderungen wie in Frankreich
Wie in Frankreich gab es Forderungen nach mehr Lehrkräften, einer besseren Ausstattung der Schulen und besseren Lernbedingungen. Zugleich richteten sich die Proteste auch gegen ein neues Schulgesetz der rechten Koalition von Ministerpräsidentin Giorgia Meloni, wonach der Anteil von Ausländerinnen und Ausländern mit schlechten Italienisch-Kenntnissen vom nächsten Schuljahr an begrenzt werden soll.
Die Kundgebungen verliefen in den allermeisten Städten friedlich. In Turin waren nach Augenzeugenberichten hingegen mehrere Hundert vermummte Demonstranten unterwegs. Aus ihren Reihen flogen dann auch Gegenstände in Richtung Polizei. In Frankreich, wo in den vergangenen Wochen Hunderttausende auf den Straßen waren, gab es vielfach Krawalle.

Kronen Zeitung als bevorzugte Google-Quelle hinzufügen 







Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung. Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.
Hinweis in eigener Sache: Das krone.at-Forum präsentiert sich ab sofort in neuem Design! Wir freuen uns über konstruktives Feedback. Damit die Diskussionen in den Kommentarbereichen beim jeweiligen Thema bleiben, können Sie uns Rückmeldungen hier hinterlassen.
User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB). Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.