22.02.2006 10:42 |

Eiszeit-Frau: 1,68m

Kühles Klima ließ die Menschen wachsen

In China entdeckten Forscher 260.000 Jahre alte Überreste einer Frau. Die versteinerten Knochen geben nun Aufschluss darüber, warum der Mensch mit der Zeit immer größer wurde und wie er dadurch die Welt besiedeln konnte.

Im Norden Chinas stieß das Team um Karen Rosenberg von der US-Amerikanischen University of Delaware auf die versteinerten weiblichen Überreste. Auf zwei Quadratkilometer verstreut wurden der fast vollständige Schädel, Wirbel, Hüft-, Arm-, Hand- und Fußknochen entdeckt, die alle zu einer Person gehören.

Das Besondere an dem Fund: Die Frau ist mit einer ungefähren Körpergröße von 1,68 Meter das größte bisher bekannte weibliche Individuum aus der Frühzeit des heutigen Menschen. Durch ihren goßen, breiten Körperbau unterscheidet sie sich von den bisher bekannten zierlichen Funden wesentlich. Die Forscher schließen daraus, dass das Körperwachstum das Überleben in kalten Regionen garantierte.

Neben der Körpergröße war im Pleistozän (dem Eiszeitalter von vor einer Million bis vor 10.000 Jahren) hauptsächlich die Entwicklung des Gehirns verantwortlich für das Überleben des Menschen.

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