Jugendamt rückte an

Neuer Akt im Drama: „Sie haben James jetzt geholt“

Niederösterreich
24.08.2026 21:13

Ein Kampf zwischen David und Goliath: Eine Richterin sprach die junge Mutter aus dem Weinviertel (NÖ) von jeglichen Kokainvorwürfen frei – das Jugendamt riss das Baby trotzdem aus dem Familienverband. Am Montag wurde der 13 Wochen alte Bub mit Polizeiunterstützung weggebracht.

Es ist schwierig, diese Geschichte in Worte zu fassen. Eine 23-Jährige bringt ihr Baby ins Spital, weil es ihm nicht gut geht. Tests werden gemacht, weil James nicht essen, nicht trinken will. Und plötzlich ist die Rede davon, dass er Kokain im Körper hat.

„Krone“-Leser kennen die Geschichte – und eigentlich ist sie für die kleine Familie Anfang August positiv ausgegangen. Denn nach einer Odyssee mit dem zuständigen Jugendamt im Bezirk Mistelbach sprach eine Richterin ein Machtwort. Und das zum Wohle der Familie. Jetzt – seit Montagmittag ist der Kleine weg!

„Akute Kindeswohlgefährdung außer Streit“
Mitarbeiter der Jugendwohlfahrt marschierten mit Polizeibeamten in das Haus der Familie in Gänserndorf und nahmen Kathi und Matthias ihr Kind ab. Begründung? „Am heutigen Tag sind der Kinder- und Jugendhilfe der Bezirkshauptmannschaft Gänserndorf Tatsachen bekannt geworden, die eine akute Kindeswohlgefährdung außer Streit stellen. Infolgedessen kam es am Vormittag zu einem entsprechenden Einschreiten der Behörde.“

Mehrere Drogentests wurden vorgenommen.
Mehrere Drogentests wurden vorgenommen.(Bild: zVg, Krone KREATIV)

Ein Polizist soll etwas von einem positiven Test erzählt haben, nähere Details dazu bekamen die Anwälte der Familie – Manfred Arbacher-Stöger und Elisabeth Thaler – nicht. Wie berichtet, liegen Tests (siehe auch Ausriss oben) vor, die negativ auf Drogen ausfielen.

Taufe abgesagt
Am Samstag hätte James getauft werden sollen – abgesagt! Jetzt ist der 13 Wochen alte Bub alleine bei irgendwelchen fremden Personen. Die Behörde hat das so entschieden.

„Glaubt wirklich irgendjemand, dass wir ihm Kokain geben?“
Eine tatsächliche Begründung gab es auf „Krone“-Anfrage nicht. „Wofür bitte war diese Gerichtsverhandlung?“, fragt die Oma des Kleinen. „Glaubt wirklich irgendjemand, dass wir unserem Ein und Alles Kokain geben? Die sind gestört.“

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