Unglaublicher Stunt

Ilija Adolf: „Man muss erst auf die Goschn fallen“

Sport-Mix
22.08.2026 10:42
Porträt von Sophie Hartl
Von Sophie Hartl

Was macht man, wenn man mitten in Wien plötzlich eine Wasser-Skisprungschanze entdeckt? Für den 21-jährigen Wiener Ilija Adolf ist die Antwort ganz klar: einfach ausprobieren! Doch anstatt mit Skiern raste er die Schanze mit dem Fahrrad hinunter und landete nach einem Backflip in der Donau.

„Ich wollte es ausprobieren, weil es vor mir noch keiner gemacht hat“, erklärt Ilija. „Aber einfach nur hinunterfahren war mir zu langweilig, da dachte ich, warum nicht einfach im Wasser landen?“ Doch ganz so einfach war es dann doch nicht. Nachdem der Besitzer der Schanze sein „Okay“ gegeben hat, mussten sowohl Schanze als auch Fahrrad für den Sprung vorbereitet werden. „Die Rampe mussten wir nass machen, obwohl es dadurch gefährlicher wurde, aber sonst wäre die Reibung zu stark gewesen und ich hätte nicht dich nötige Geschwindigkeit erreicht“, erklärt Ilija. Sein Fahrrad wickelte er in Schaumstoff, damit es nach der Landung nicht in der Donau versinkt. Das Ergebnis? Ein unglaublicher Stunt mit einer erfrischenden Landung.

Aber bis es so weit war, brauchte es weit mehr als nur eine verrückte Idee. Schon früh geht es Ilija nicht nur darum, von A nach B zu kommen. Mit sechs Jahren probiert er die ersten Tricks mit dem Stuntscooter. Doch eine missglückte Landung, bei er sich das Knie verdrehte, beendete die Stuntscooter Karriere vorerst. Nur ganz ohne Adrenalin-Kick kam der Jugendliche dann doch nicht aus und stieg aufs Motorrad. Beim Trialfahren verbesserte er seine Körperkontrolle und sein Gleichgewicht und lernte das Überwinden von Hindernissen. „Manchmal muss man eben vorher auf die Goschn fallen, bevor es gelingt“, scherzt Ilija.

Um umweltfreundlicher unterwegs zu sein, wechselte er zum Fahrrad: „Es macht mir auch mit dem Fahrrad viel mehr Spaß“, sagt der Sportler. Regelmäßig trainiert er auf der Hohen-Wand-Wiese. „Ich trainiere gerne dort und gebe Tipps an die Kinder weiter. Allerdings müsste die Anlage dringend erneuert werden“, meint Ilija. Der alte Schlepplift wäre alles andere als ideal, außerdem könnte man die ehemalige Skipiste durchaus zu einer Mountainbike-Strecke umfunktionieren, da dort sowieso kaum noch skigefahren würde, meint der 21-Jährige.

Erste Sponsoren
Gemeinsam mit einem Freund startete Ilija einen YouTube-Kanal. Die beiden filmen die actionreichen Fahrten und zeigen ihre Stunts. Heute ist Ilija 21 Jahre alt und will aus seiner Leidenschaft sogar seinen Beruf machen. Parallel zu seinem Sport beginnt er ein Studium der Unternehmensführung – mit dem Ziel vom Radfahren leben zu können. Erste Sponsoren hat er bereits.

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