Nach dem grausigen Fund eines toten Neugeborenen an der burgenländischen Grenze ist jetzt das Obduktionsergebnis da: Ein Tötungsdelikt liegt vor. Außerdem liefert Videomaterial erste Hinweise darauf, dass das Baby möglicherweise direkt vor Ort zur Welt gekommen sein könnte. Auch die Suche nach einer rumänischen Pflegekraft geht weiter.
Eine Obduktion ergab, dass das Mädchen lebend geboren wurde und unter Fremdeinwirkung zu Tode kam, sagte eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft Eisenstadt am Mittwoch. Die Todesursache war demnach ein Schädel-Hirn-Trauma. Laut „Krone“-Infos ist auf den Überwachungsaufnahmen (die nicht öffentlich gemacht wurden) eine Frau zu sehen, die aus einem rumänischen Bus eilig aussteigt, in Richtung eines toten Kamerawinkels geht und Minuten später zurückkehrt. Gemeinsam mit dem Busfahrer legt sie die Sporttasche mit dem Kind neben einen Mistkübel – dies geschah bereits am Sonntag gegen 9 Uhr.
Geburt könnte vor Ort gewesen sein
Bei der Frau soll es sich neuesten Erkenntnissen zufolge um eine rumänische Pflegekraft handeln. Polizei und Landeskriminalamt fahnden weiterhin nach ihr, dem Bus und dem Fahrer. Die Suche erstreckt sich inzwischen bis nach Deutschland. Nach ersten Rückschlüssen aufgrund des Filmmaterials könnte es vor Ort zur Geburt gekommen sein.
Den grausigen Fund hatten Reisende am Sonntag gegen 13 Uhr gemacht. Ihnen ist eine schwarze Sporttasche aufgefallen, die im Freien abgestellt war. Darin ein Baby, reglos, ohne einen Funken Leben. Diese erschütternde Nachricht sorgte für helle Aufregung am Einsatzort. Der alarmierte Notarzt konnte nur noch den Tod des Neugeborenen feststellen.
Sonntag herrschte Eiseskälte vor. Im windigen Nickelsdorf hatte das Wetterthermometer bis zu minus acht Grad Celsius angezeigt. In den vier Stunden bis zum Notruf dürfte die Kleine erfroren sein.
Vergleichbare Fälle
Erst vergangenen Sommer hatte der Schock-Fund einer Babyleiche im Kärntner Europapark nahe dem Wörthersee in Klagenfurt Entsetzen ausgelöst. Der tragische Fall ist noch nicht aufgeklärt, die Polizei sucht seither ein junges Pärchen per Phantombildern.
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