Karriereziel erreicht

Olympia-Abschied? Feller legt sich (fast) fest

Olympia
16.02.2026 13:00
Porträt von krone Sport
Von krone Sport

Nach dem Ausfall im olympischen Slalom hat Ski-Star Manuel Feller gefasst auf das wahrscheinliche Ende seines Olympia-Abenteuers geblickt. Zu „99,9 Prozent“ sei das Rennen am Montag in Bormio sein letzter Auftritt unter den fünf Ringen gewesen, sagte der Tiroler im Zielraum der Stelvio. 

Mit dem Triumph im Kitzbühel-Slalom vor drei Wochen hatte sich der 33-Jährige bereits seinen größten Traum erfüllt. „Ich habe mein Karriereziel erreicht. Alles, was noch kommt, ist Draufgabe.“

Manuel Feller
Manuel Feller(Bild: GEPA)

Die goldene Gams für den Kitz-Sieg war Feller lange ein besonderes Anliegen, mit der Silbermedaille in der Team-Kombination mit Vincent Kriechmayr gesellt sich auch noch eine zweite Olympia-Medaille nach Mannschaftssilber in Pyeongchang 2018 in seinen Trophäenschrank. „Ich habe mehr erreicht, als ich mir als junger Athlet je erträumt hätte. Mit der Kirsche on top kann man Karrieren beenden, auch wenn das jetzt noch nicht direkt der Plan ist“, erklärte der Gewinner der Slalom-Kugel 2023/24.

Feller fühlt mit seinen Fans mit
In Bormio fühlte Feller mit den mitgereisten Fans aus der Heimat mit, darunter seine Familie mit seinen zwei Kindern. Für sie sei es schon schade, „sie haben eine lange Reise gehabt“, betonte Feller. „Es wäre cool gewesen, etwas mit ihnen zu teilen.“ Doch bei Schneefall, schlechter Bodensicht und einer selektiven Kurssetzung schied der Slalom-Vizeweltmeister 2017 wie schon vor vier Jahren bei den Winterspielen in Peking im ersten Durchgang aus. „Es ist zu akzeptieren, die Kugel dreht sich weiter“, sagte der Technik-Spezialist. Es sei immer noch „nur“ Skifahren.

Mit Startnummer 11 hatte Feller nicht die beste Ausgangsposition. „Es waren im Großen und Ganzen extreme Nummernrennen, das ist sehr schade“, blickte er auf den Super-G und Riesentorlauf in Italien zurück. „Aber wir haben eine Outdoorsportart. Wenn wir besser gefahren wären in der Saison, wären wir weiter vorne gestartet.“ Die Silbermedaille im Gepäck ist jedenfalls eine Entschädigung. „Natürlich bin ich nicht leer ausgegangen. Das ist definitiv in Ordnung, aber momentan überwiegt das negative Gefühl.“

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