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Kritik wird lauter

F1 zu langsam? „Sogar unser Koch könnte fahren!“

Formel 1
16.02.2026 16:48
Porträt von krone Sport
Von krone Sport

Massiver Tempoverlust und erste Kritiken aus dem Cockpit! Neben Max Verstappen („Formel E auf Steroiden“) schlägt nun auch Fernando Alonso wegen der neuen Formel-1-Generation 2026 Alarm. Der Spanier meint sogar, dass bei dem Tempo „sogar unser Koch“ das Auto am Limit bewegen könne.

Die Regeln der Formel 1 wurden ab diesem Jahr radikal verändert. Der Elektroanteil im Antrieb wurde massiv erhöht, wodurch das Energiemanagement zum entscheidenden Faktor wird. Das hat für die Fahrer zur Folge, dass sie in schnellen Kurven Tempo herausnehmen müssen, um auf den langen Geraden genügend Energie zur Verfügung zu haben.

Im Zuge der Tests auf dem Wüstenkurs in Sakhir wird die Kritik, die Formel 1 sei verlangsamt worden, immer lauter. „Als Fahrer fühlt es sich nicht wirklich wie Formel 1 an. Es fühlt sich eher wie Formel E auf Steroiden an“, meinte Max Verstappen kürzlich.

Nun hat sich auch Fernando Alonso zu Wort gemeldet und anhand eines Beispiels den Fokus auf die Energiegewinnung erklärt. „Hier in Bahrain war Kurve 12 historisch gesehen immer eine riesige Herausforderung. Man hat das Abtriebsniveau so gewählt, dass man dort gerade so mit Vollgas durchkam. Das fahrerische Können war der entscheidende Faktor für die Rundenzeit. Jetzt sind wir in Kurve 12 etwa 50 km/h langsamer, weil wir dort keine Energie verschwenden wollen. Wir brauchen sie auf der Geraden.“

Fernando Alonso
Fernando Alonso(Bild: AFP/APA/Dimitar DILKOFF)

Die Konsequenz? „Anstatt mit 260 km/h fahren wir mit 200 km/h durch“, so Alonso. „Bei diesem Tempo kann jeder das Auto steuern – sogar unser Koch. Aber du willst die Energie eben nicht dort verpulvern.“

Alonso mahnt aber zur Geduld: „Ich verstehe Max‘ Kommentare. Als Fahrer willst du den Unterschied in der Kurve machen, indem du fünf km/h schneller bist. Aber jetzt diktiert dir der Motor, wie viel Energie du für die nächste Gerade übrig hast.“

Der 44-jährige spanische Routinier ordnet die Entwicklung pragmatisch ein: „Vor zwei Jahren, als Max alles gewonnen hat, war es der Abtrieb. Er konnte mit 280 km/h durch die Kurven fahren, wir nur mit 250 km/h, weil uns der Abtrieb fehlte. Jetzt ist es eben die Energie.“

Sehnsucht nach der Adrenalin-Ära
Trotz Verständnis für den technologischen Wandel blickt Alonso mit Wehmut zurück: „Vom reinen Fahren her waren die späten 90er und frühen 2000er unschlagbar. Was das Adrenalin und die puren Fähigkeiten angeht, war das das Maß der Dinge. Da wolltest du einfach nur schnell in die Kurven gehen und das Limit des Autos finden.“

Heute gleiche vieles eher einem strategischen Schachspiel bei hohem Tempo. Doch der Kampfgeist bleibt: „Am Ende ist es Formel 1. Wir klappen das Visier runter und fahren Rennen. Sogar im Leihkart hier in Bahrain haben wir jede Menge Spaß. Wir lieben den Wettbewerb noch immer.“

Ob das „Koch-Tempo“ in den Highspeed-Passagen zur neuen Normalität wird, will Alonso erst nach den ersten Rennen endgültig bewerten.

Die neue Formel-1-Saison beginnt am 8. März mit dem Grand Prix von Australien in Melbourne.

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