Das größte steirische Skigebiet, die Planai-Hochwurzen, hat einen neuen Geschäftsführer: Peter Weichbold ist in die Fußstapfen von Georg Bliem getreten. Er kennt das Unternehmen seit Jahrzehnten – und weiß, dass die Grenzen des Wachstums erreicht sind. Der Fokus muss künftig woanders liegen.
Jedes Jahr eine neue Seilbahn, das war lange Zeit das inoffizielle Motto in Schladming. Meist wurde ein alter Lift durch eine moderne, viel leistungsstärkere Bahn ersetzt. Im Vorjahr war etwa die Verbindung von der Planai zum benachbarten Hauser Kaibling an der Reihe.
Der wirtschaftliche Erfolg gibt den Ennstaler recht. Trotz gesalzener Ticketpreise werden die Pisten gestürmt, das Nightrace und das Ski-Opening sind längst eigenständige Marken mit Zugkraft geworden. „Wir haben den Aufstieg in die Champions League geschafft“, sagte Tourimusverband-Chef Mathias Schattleitner in einem Interview mit der „Krone“.
Immer höher, immer weiter? Nun wird sanft das Bremspedal gedrückt. Wie schon sein scheidender Vorgänger Georg Bliem meinte auch dessen Nachfolger als Planai-Geschäftsführer, Peter Weichbold, dass ein größerer Ausbau derzeit nicht notwendig sei. Man wird also in Schladming – trotz Champions League – nicht größenwahnsinnig.
Der Fokus wird laut Weichbold auf eine noch stärkere Beschneiung liegen. Damit liegt die Planai im Trend, Schneekanonen und Speicherteiche sind die neue Goldwährung der Branche. Wenig Naturschnee, milde Winter – diese Entwicklung wird sich nicht mehr umkehren. Und wenn das weiße Gold fehlt, hilft auch die aufregendste Gondelbahn nichts. Und man ist wieder in der Regionalliga.
Ich wünsche Ihnen einen sportlichen Sonntag!
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