Wählt Graz im Herbst – oder doch schon im Frühjahr? Fix ist nichts, denn Bürgermeisterin Elke Kahr hat sich (offiziell) noch nicht entschieden. Dass der auch österreichweit vielbeachtete Urnengang aber schon seine Schatten vorauswirft, ist nicht zu übersehen: In der Grazer Schmiedgasse kommt ein De-facto-Radfahrverbot, gegen das sich die grüne Vizebürgermeisterin stets quergelegt hatte.
Für den September haben die Kommunisten bereits große Plakatflächen in Graz gebucht, was für einen (regulären) Wahltermin im Herbst spricht. Aber auch ein Urnengang bereits im Frühsommer scheint manchen Politbeobachtern möglich. Wie auch immer, der Wahlkampf in der zweitgrößten Stadt Österreichs hat längst begonnen. Jüngstes Indiz dafür ist das gestern öffentlich gewordene Radfahrverbot in der Schmiedgasse. Seit Jahren wird man in der Parallelgasse zur Herrengasse und unweit von Rat- und Landhaus als Fußgänger fast über den Haufen gefahren.
Ohne Rücksicht auf Verluste bahnen sich Radler, oft mit weit überhöhter Geschwindigkeit, den Weg durch die auch von vielen Passanten frequentierte Gasse. Wirte und Opposition kritisieren seit Jahren diese untragbaren Zustände, doch die grüne Vizebürgermeisterin Judith Schwentner legte sich bis dato mit der mächtigen Radfahrlobby – und damit ihrer eigenen Wählerklientel – nicht an.
Bis gestern, als Schwentner überraschend verkündete, Pedalritter tagsüber aus der Schmiedgasse zu verbannen und stattdessen Fußgängern den Vorrang zu geben. Sie muss lange mit sich gerungen haben, um diese Entscheidung zu treffen – doch nicht gerade berauschende Umfragewerte für die Grazer Grünen könnten letztlich den Ausschlag gegeben haben. Gut so, kann man da nur sagen! Denn damit öffnet sich die Öko-Partei etwas – was sicher nicht zu ihrem Schaden sein kann.
Kommen Sie sicher durch diesen Donnerstag!
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