Erhöhte Werte gemessen

Asbest-Causa: Politisch führen die Grünen nun 1:0

Steiermark Newsletter
14.02.2026 07:22

Nun wurden also auch in der Steiermark erhöhte Asbest-Werte festgestellt – vermutlich aufgrund von Gesteinsmaterial aus (mittlerweile gesperrten) burgenländischen Steinbrüchen. Nur wenige Tage davor sah der Umweltlandesrat im Landtag „keinerlei Verdachtsmomente“. Würde man Politik als Spiel betrachten, steht es in dieser Sache 1:0 für die Grünen. 

Lambert Schönleitner ist seit mittlerweile fast 20 Jahren Landtagsabgeordneter, als Teil einer kleinen Oppositionspartei ständig am Rednerpult und entsprechend ausgefuchst. Als er für die Landtagssitzung am Dienstag eine dringliche Anfrage zur Asbest-Aufregung im Burgenland und möglichen Folgen für die Steiermark stellte, ahnte er die Antworten des zuständigen FPÖ-Umweltlandesrats Hannes Amesbauer wohl schon.

Und dieser lieferte: Es gebe „keinerlei Verdachtsmomente“ für erhöhte Asbest-Werte auch in der Steiermark, betonte Amesbauer mehrmals. Auch sei nicht einmal bewiesen, ob im Burgenland eine Gesundheitsgefährdung vorliege – was völlig korrekt ist. Man sei im Austausch mit dem Burgenland, für eigene steirische Messungen oder gar die Schaffung einer „Taskforce“ liege keine Notwendigkeit vor.

Schönleitner hat wohl zumindest schon geahnt, dass Greenpeace auch in der Steiermark Messung vornahm. Er deutete das in seiner Antwort auf Amesbauers Ausführungen an. Freitagfrüh wurden die Ergebnisse von Greenpeace dann tatsächlich veröffentlicht – mit erhöhten Werten in Neudau und Hartberg. Nun muss auch das Land Steiermark reagieren, auch wenn ebenso wie im Burgenland noch völlig unklar ist, ob eine Gesundheitsgefährdung vorliegt.

Amesbauer warf den Grünen am Dienstag mehrmals „faktenbefreite Panikmache“ vor – obwohl Schönleitner das in seiner Rede bewusst vermieden hat. Versteht man Politik als Spiel, so steht es jetzt 1:0 für den Grünen. Aber dafür ist das Thema viel zu ernst. Gut, wenn Experten den Sachverhalt nüchtern einordnen. Ich empfehle daher zum Nachlesen ein Interview meiner Kollegin Barbara Winkler mit Montanuni-Professor Roland Pomberger, das sie bereits vor zwei Wochen veröffentlicht hat – und wünsche Ihnen einen schönen Samstag! 

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