Der rigorose Sparkurs des Landes geht auch an der Kultur nicht spurlos vorüber. Die Bühnen Graz müssen heuer etwa mit vier Millionen Euro weniger auskommen – überraschend sollten diese Streichungen nicht gekommen sein.
„Jeder wird seinen Beitrag leisten müssen.“ Gebetsmühlenartig wiederholt Finanzlandesrat Willibald Ehrenhöfer (ÖVP) quasi seit Amtsantritt diesen Satz und versucht, die Steirerinnen und Steirer auf ein rigoroses Sparpaket einzuschwören. Getroffen hat es im Landesbudget quasi sämtliche Bereiche (ausgenommen der Gesundheit, wo es aber bekanntlich auch so an Baustellen nicht mangelt) – vom Sozial- bis zum Bildungsressort (Stichwort Schulassistenz).
Dass jetzt auch die Einschnitte im Kulturbereich so richtig sichtbar werden, sollte deshalb nicht überraschen. Auch, wenn es viele Protagonisten in diesem Bereich noch als eine Art Majestätsbeleidigung ansehen. Die Bühnen Graz müssen so im heurigen Jahr mit rund 51 Millionen Euro auskommen, das sind um vier Millionen weniger als eigentlich geplant. Zum Vergleich: Das gesamte Sportbudget des Landes beträgt nicht einmal 11,5 Millionen Euro ...
Es steht jedoch außer Frage, dass gerade die Bühnen Graz mit ihren Aushängeschildern Oper und Schauspielhaus für die Murmetropole und die Steiermark von immenser Bedeutung sind – auch wirtschaftlich und touristisch. Trotzdem ist es das richtige Zeichen, dass in Zeiten wie diesen auch hier gespart werden muss. Auch, wenn das der eine oder die andere als Affront oder politische Willkür auffassen.
Ich wünsche Ihnen einen hoffentlich sonnigen Donnerstag!
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