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So trickreich hauen Kämpfer ihre Gegner übers Ohr!

Sport-Mix
05.02.2026 11:52

Diesen Samstag fliegen bei Sparta Royale 6 wieder die Fäuste, wird das Multiversum Schwechat zur Heu-Arena! PLUS-Abonnenten (hier Angebot sichern) erleben im Livestream ab 18 Uhr hautnah, was auch Ringrichter sehen – oder nicht? Um alle Kämpfer-Tricks erkennen zu können, braucht es nämlich Adleraugen.

Schläge unter die Gürtellinie? Die sind am Samstag im Heuring, wo mit vergleichsweise dünnen MMA-Handschuhen nach Boxregeln gekämpft wird, definitiv verboten! Es braucht aber gar keine (offensichtlichen) Regelbrüche, um von einer trickreichen oder gar „dreckigen“ Kampfweise zu profitieren.

Denn: Wie in jeder Sportart gibt es auch beim Boxen Graubereiche, die geschickte Kämpfer zu nutzen wissen. Man benötigt freilich Adleraugen wie ein Ringrichter, um alle Tricks beim hitzigen Schlagabtausch auszumachen:

  • Klammern: Sind zwei Boxer miteinander „im Clinch“, bedeutet das eine (gegenseitige) Umklammerung. Diese ist im Boxen eigentlich verboten und wird deshalb vom Ringrichter „gelöst“. Boxer verwenden Clinches trotzdem aus taktischen Gründen. Bei Erschöpfung kann das Festhalten am bzw. des Gegners selbst Luft verschaffen, umgekehrt diesen ermüden, weil er zusätzliches Körpergewicht „tragen“ muss. Auch wird die Bewegungsfreiheit des Kontrahenten eingeschränkt.
  • Clinch mit „Punch“: Die körperliche Nähe im Clinch lässt keine ausladenden Schwinger zu. Boxer versuchen aber, bevor sie vom Referee voneinander gelöst werden, kurz angetragene, seitliche Körpertreffer (Niere, Leber) zu landen. Verhindert werden soll dies durch gegenseitiges Blockieren der Arme.
  • „Headbutts“: Gerade im Clinch passiert es oft, dass die Kämpfer unabsichtlich mit den Köpfen zusammenstoßen. Manchmal werden Kopfstöße aber auch als „dreckiges“ Stilmittel eingesetzt. „Headbutts“ können das Gegenüber aus dem Konzept bringen, mitunter aber auch zu Verletzungen wie Cuts führen.
Festhalten am Handgelenk und Headbutts? Bei Sparta Royale alles nicht erlaubt!
Festhalten am Handgelenk und Headbutts? Bei Sparta Royale alles nicht erlaubt!(Bild: guruXOX - stock.adobe.com)
  • Kopfarbeit: Boxer setzen nicht nur den eigenen Kopf ein, sondern „rücken“ sich mitunter den gegnerischen mit der Führungshand zurecht. Ebenso dienen (leichte) Jabs auf die Stirn des Gegners zur gezielten Schlagvorbereitung. Weil dessen Kopf etwas zurückklappt, fehlt die Sicht auf Folgeschläge.
  • Fußtritte: Nein, beim Boxen darf der Gegner nicht getreten werden! Manchmal steigen Kämpfer ihrem Kontrahenten jedoch „unabsichtlich“ auf den vorderen Fuß („Toe stepping“, siehe unten). Das Gegenüber wird „festgenagelt“, in dessen Bewegungsfreiheit eingeschränkt oder zumindest aus dem Gleichgewicht gebracht.
  • Blinder Fleck: Man positioniert sich absichtlich so zwischen Gegner und Ringrichter, dass Letzterem möglichst die freie Sicht aufs Geschehen geraubt wird. Am einfachsten geht das, indem der Gegner in eine Ecke gedrängt und somit auch für den Referee der Raum rund um die Athleten beschnitten wird. Dann kommen mitunter unlautere Mittel, Ellenbogen, Schultern sowie Haltegriffe zum Einsatz.
  • Ausrutscher können passieren, besonders, wenn der Boden mit Scheiß durchtränkt ist. Manchmal täuschen Fighter das Hoppala aber nur vor, um Luft schnappen zu können. Dabei fällt auch schon mal „unabsichtlich“ der Mundschutz raus. Einen gegnerischen Treffer als eigenen „Ausrutscher“ zu verkaufen, bringt freilich wenig, wenn der Ringrichter trotzdem anzählt. Mitunter droht sogar der Kampfverlust! Manche als „nicht so schlimm“ empfundenen Treffer entfalten ihre volle Wirkung nämlich oft ein paar Sekunden zeitverzögert. Vor allem Schläge auf Organe (Leber, Niere, Solarplexus) können zu verzögerten starken Schmerzen, zu Atemnot oder Kontrollverlust führen.
„Bulle“ Aleks Mraovic will im Hauptkampf Alex Binder auf die Hörner nehmen. Auch sonst warten ...
„Bulle“ Aleks Mraovic will im Hauptkampf Alex Binder auf die Hörner nehmen. Auch sonst warten spannende Fights, die unsere PLUS-Abonnenten alle im Livestream sehen.(Bild: Sparta CF)
  • „Überhörer“: Wenn die Ringglocke ertönt, ist die Runde zu Ende und Schlagen nicht mehr erlaubt. Hie und da versuchen Boxer aber noch Schläge in die Rundenzeit zu „schmuggeln“. Ausreden wie „Ich habe keine Glocke gehört“ gelten nicht, ein Treffer kann aber mit dem Läuten zusammenfallen und jedenfalls physische oder zumindest psychologische Wirkung haben. Kampfhandlungen außerhalb der offiziellen Runde können Ringrichter freilich nach eigenem Ermessen ahnden – mit Verwarnungen, Punkteabzügen oder Disqualifikationen.

Auch bei Sparta Royale haben die Kampfrichter regelmäßig alle Hände voll zu tun, um für Recht und Ordnung zwischen den Heuballen zu sorgen. Das kompakte Setting verschärft die Lage noch, die Kämpfer haben weniger Platz als in einem herkömmlichen Boxring.

Zudem heizt die Nähe zu Trainerteam und Publikum das Geschehen enorm an! Referees müssen überhitzte Gemüter mitunter abkühlen. Freilich fordert Veranstalter Mago Ozniev stets mit Nachdruck ein, dass „Fairness“ und „Sportsmanship“ in der Serie von allen Teilnehmern großgeschrieben werden.

Was braucht ein Ringrichter?

  • Breites Wissen: Der Referee muss nicht nur die geltenden Kampfregeln genau kennen, sondern hat bestenfalls auch physiologische bzw. medizinische Grundkenntnisse. So kann er Einschränkungen von (verletzten) Boxern treffsicher erkennen, notfalls dazwischengehen und für Sicherheit sorgen.
  • Autorität: Kommandos wie „Stopp“, „Boxen“ und „Lösen“ müssen befolgt werden. Der Schiri braucht volle Kontrolle über das Ringgeschehen, sollte durch klare Kommunikation Ordnung schaffen.
  • Entscheidungskraft: Die Gesundheit der Boxer hat oberste Priorität. Referees müssen Regelverstöße sofort ahnden und schnellstmöglich handeln, wenn ein Boxer nicht weiterkämpfen kann.
  • Fitness: Boxer tänzeln, schlagen, klammern. Auch wenn es wild zur Sache geht: Ringrichter brauchen stets den besten Blick aufs Geschehen, müssen dafür selbst ausreichend fit und beweglich sein.

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Diesen Samstag übertragen wir ab 18 Uhr live aus dem Heustadl ... pardon, aus dem Multiversum in Schwechat. Topkämpfer wie Aleks „Austrian Bull“ Mraovic, Alex Binder, Sebastian Hirtenlehner und Co. versprechen wie gewohnt ein archaisches Fight-Spektakel im Stroh.

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