Mit der Koralmbahn geht ein Jahrhundertprojekt zu Ende – doch was kommt danach? Kärntens scheidender Landeshauptmann Peter Kaiser erklärt im „Krone“-Interview, warum Kärnten keine Gigantomanie mehr braucht, wo er die Zukunftsinvestitionen sieht, wie es um Flughafen, Verwaltung und studentisches Wohnen und Co. steht.
„Krone“: Endlich ist sie fertig, die Koralmbahn – ein Jahrhundertprojekt. Welche großen Vorhaben stehen denn künftig an? Die Opposition kritisiert ja gerne, dass es keine Leuchtturmprojekte in Kärnten mehr gebe. Stimmt das?
Peter Kaiser: Das ist immer eine Frage der Definition. Für die Opposition waren Leuchtturmprojekte oft gigantische Vorhaben mit sehr viel Geld und internationaler Aufmerksamkeit. Wir hatten eine Zeit, in der wir viele solcher Projekte hatten – und sie bitter bezahlt haben. Erst 2016 sind wir aus diesem Leuchtturmkreisl herausgekommen. Ein ganz zentraler Bereich für die Zukunft ist Bildung. Wir entwickeln uns enorm im tertiären Bildungsbereich. Nicht nur durch die Hochschulkonferenz mit der Steiermark, sondern auch durch Investitionen in die Alpen-Adria-Universität – mit einem Neubau von rund 92 Millionen Euro. Der Gesundheitscampus am Gelände der KABEG wird schrittweise umgesetzt. An der Pädagogischen Hochschule haben wir rund 5000 Studierende in Aus- und Weiterbildung. Große Teile davon wollen wir im Lakeside Park bündeln und so eine echte Campussituation schaffen – erstmals im Alpen-Adria-Raum. Das bringt positive Regionalentwicklung, Attraktivität und neue Kooperationsmöglichkeiten. Auch die Gustav Mahler Privatuniversität hat erfolgreich die Rezertifizierung erhalten. Wir bemühen uns aktuell um das Promotionsrecht – die Chancen stehen gut. Wenn man all das zusammennimmt, dann sind das viele kleine Leuchttürme. Wenn ich zurückblicke: Vor rund 55 Jahren gab es in Kärnten die erste universitäre Einrichtung. Heute sprechen wir von über 22.000 Studierenden – das ist herzeigbar.
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