Koch aus Nepal

Ein „Sherpa“ hoch oben am heimischen Eisenstein

Niederösterreich
30.12.2025 15:00

Weitblick auf Türnitzer Alpen und Himalaya-Flair treffen in der Julius-Seitner-Hütte aufeinander! Dort, wo ein nepalesischer Koch zur kulinarischen Everest-Expedition einlädt. 

Hoch oben auf 1185 Metern Seehöhe thront sie schon seit mehr als einem Jahrhundert wie ein stilles Versprechen an die Heimat – jene Hütte, die nach der Gebirgsverein-Legende Julius Seitner benannt ist. Seit 1910 bietet sie Alpinisten Zuflucht und hat doch eine wechselvolle Geschichte. Denn 1933 brannte der einsame Alpinstützpunkt nieder, wurde aber wieder aufgebaut. Wer den Weg hierher findet, wird belohnt – mit Ruhe, Weitblick und einer Himalaya-Küche, welche die „Julius Seitner“-Hütte einzigartig macht.

Mit strahlendem Lächeln und dem typischen „Sherpa“-Gruß Namaste („Ich grüße alle göttlichen Eigenschaften in dir“) wird jeder Gast von Gangadhar Bhattarai willkommen geheißen. Der nepalesische Koch sorgt mit feinem Gespür und großer Ruhe für eine besondere vegetarisch-kulinarische Note. Mit Aromen aus dem Himalaya – Linsen, Nudeln, Suppen und fein, für jede Speise abgestimmtes, Curry. „Es muss ja nicht immer Speck sein. Obwohl der ja auch gut“, lacht der Mann aus Asien.

Zur nepalesischen Suppe gibt es ein Achterl – serviert von Hüttenwirt Bernard Schwarz und ...
Zur nepalesischen Suppe gibt es ein Achterl – serviert von Hüttenwirt Bernard Schwarz und „Sherpa“ Gangadhar Bhattarai(Bild: Mark Perry)
Noch immer wacht der Geist von Alt-Vater Julius Seitner über die Hütte am Eisenstein
Noch immer wacht der Geist von Alt-Vater Julius Seitner über die Hütte am Eisenstein(Bild: Mark Perry)
(Bild: Mark Perry)

Was auf den Tisch kommt, stammt größtenteils von umliegenden Höfen: Obst, Säfte und Schnäpse vom Kneschlberg in Türnitz, Sirupe von Anna Bugl und Margit Krickl, Hochlandrind und Schweinefleisch vom Grießhof im nahen St. Ägyd, Milchprodukte von „Kernhofmilch“, Eier von „Gschoadis Oa“, Brot von der Bäckerei Schindl im Tal. Dazu gesellen sich ausgezeichnete Weine aus dem Traisental – von Viktor Fischer und Rudi Hofmann – sowie Tropfen vom Bauer-Pöltl aus dem Mittelburgenland. Und das Netzwerk wächst weiter, ganz im Sinne gelebter Regionalität.

„Unsere Hütte bietet nicht nur frisch zubereitete, hochwertige Speisen und ausgewählte Tropfen, sondern auch Schlafräume und Zimmerlager – ideal für Wanderer, Familien oder Feiern“, lockt Hüttenwirt Bernhard Schwarz in lichte Höhen. Fast immer gibt es hier oben einen Sonnenauf- oder Sonnenuntergänge zu erleben, eingebettet in die sanfte Gipfelwelt. Und wenn die Nacht klar ist, entfaltet sich dank minimaler Lichtverschmutzung ein Sternenhimmel, der selbst gestandene Berggeher sprachlos macht.

Jetzt im Winter ist „Little Himalaya“ ein beliebter Treffpunkt. Für Skitourengeher und Schneeschuhwanderer – ein Ort zum Aufwärmen, Durchatmen und Zusammensitzen. Und um vom Mount Everest zu träumen.

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