Starker Auftritt von Vincent Kriechmayr beim Super-G in Beaver Creek: Der Oberösterreicher hat in einem von wechselhaften Wetterbedingungen geprägten Rennen die Gunst der Stunde genutzt und nach Platz 2 zum Saisonauftakt in Copper Mountain heute überlegen den Sieg eingefahren!
Kriechmayr brachte ganze 0,56 Sekunden zwischen sich und den zweitplatzierten Norweger Fredrik Möller, Riesentorlauf-Weltmeister Raphael Haaser sicherte sich 1,03 Sekunden zurück den letzten verbliebenen Stockerlplatz. Marco Odermatt, Sieger in Copper Mountain wurde nur Fünfter (+1,23). Stefan Eichberger als Sechster (+1,28) und Stefan Babinsky als Neunter (+1,44) machten ein aus ÖSV-Sicht mannschaftlich sehr starkes Ergebnis im Spitzenfeld perfekt. Ebenfalls sehr passabel unterwegs: Lukas Feurstein (+1,81/15.), Daniel Hemetsberger (+2,04/18.) und Marco Schwarz (+2,54/20.).
Bis Kriechmayrs 19. Erfolg im Weltcup feststand, war aber Geduld angesagt. Nach einigen Unterbrechungen wurde das Rennen letztendlich nach dem 31. Starter abgebrochen. „Natürlich freue ich mich über meine Leistung. Es passt, aber anders wäre es mir lieber gewesen. Es hat natürlich einen faden Beigeschmack, ich glaube es war nur bis zur Startnummer 14 richtig fair“, sagte Kriechmayr im ORF. Er hatte zuletzt im Februar 2024 im Weltcup gewonnen und schlüpfte nun ins Trikot des Disziplinführenden. Haaser hatte im ersten Saisonrennen bereits Platz drei belegt. „Ich glaube, dass die ganze Mannschaft gut beieinander ist. Das macht sicher Lust auf mehr“, sagte der Tiroler.
Das Ergebnis:
Immer wieder Unterbrechungen
Bei schlechter Bodensicht und Schneefall setzte Kriechmayr mit der frühen Nummer 6 eine wahre Richtzeit. Seinem da gerade führenden Teamkollegen Eichberger nahm er mit einer Fahrt ohne optisch erkennbaren Fehler 1,28 Sekunden ab. Der unmittelbar nach Kriechmayr folgende Odermatt lag bei der ersten Zwischenzeit bereits über eine Sekunde zurück. Nicht auszuschließen, dass da auch der Wind ein gewichtiges Wörtchen mitredete.
Bei Haaser waren es oben „nur“ sieben Zehntel gegenüber Kriechmayr. Bei bereits deutlich dichterem Schneefall stürzte der Schweizer Franjo von Allmen, der allem Anschein nach unverletzt blieb. Danach wurde das Rennen für längere Zeit unterbrochen, ehe es bei enorm wechselhaften Bedingungen teils sogar bei Sonnenschein doch noch einmal weiterging. Wirklich zittern musste Kriechmayr um seinen zweiten Beaver-Creek-Sieg nach 2017 nur wegen der äußeren Einflüsse, ehe es das Rennen mit dem 30. Starter den Regularien entsprechend in die Wertung schaffte.
„Auch bei schlechter Sicht die Eier in die Hand nehmen!“
Der Wind blieb bis zuletzt ein Faktor. Auch Marco Schwarz schien davon nicht gerade begünstigt. „Ich darf nicht jammern, es ist ein Outdoor-Sport. Es ist vielleicht nicht 100 Prozent fair, aber die Besten sind vorne“, sagte Schwarz, der dennoch mit Eigenkritik nicht sparte: „Ich muss daran arbeiten, dass ich auch bei schlechter Sicht die Eier in die Hand nehme.“ Nach einem Tag Pause folgt mit einem Riesentorlauf in Beaver Creek der Abschluss der aus österreichischer Sicht bereits erfolgreichen Nordamerika-Tournee.
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