Mo, 18. Juni 2018

Doping-Urteil

13.12.2005 20:18

Montgomery und Gaines für zwei Jahre gesperrt

Im größten Dopingskandal des amerikanischen Sports sind die US-Sprinter Tim Montgomery und Chryste Gaines am Dienstag vom Internationalen Sportgerichtshof CAS in Lausanne zu jeweils zweijährigen Wettkampfsperren verurteilt worden. Mit diesem überraschend milden Urteil ahndeten die Richter in letzter Instanz umfangreiche Dopingvergehen der beiden Leichtathleten.

Wie viele andere US-Sportler sind die beiden in die Affäre um das kalifornische Labor Bay Area Laboratory Co-operative (BALCO) verstrickt. Bereits im Sommer 2004 waren beide von der amerikanischen Anti-Doping-Agentur USADA angeklagt worden.

Sowohl dem früheren 100-Meter-Weltrekordler Montgomery als auch der früheren Staffel-Weltmeisterin Gaines drohte eine Sperre auf Lebenszeit. Beide zogen deshalb gegen die USADA vor den Internationalen Sportgerichtshof. Die Anklage stützte sich allerdings nur auf Indizien - weder Montgomery noch Gaines waren jemals bei einer Dopingkontrolle positiv getestet worden. Die Zwei-Jahres- Sperren gelten nun rückwirkend ab 6. Juni 2005. Bei der Weltmeisterschaft im August 2007 in Osaka wäre das Duo wieder startberechtigt.

Darüber hinaus wurden dem 30 Jahre alten Montgomery rückwirkend sämtliche seit dem 31. März 2001 erreichten Ergebnisse und Medaillen aberkannt; bei Gaines erfolgte die Streichung aller Resultate ab 30. November 2003.

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