Snowden-Enthüllung:

Diese fiesen Tricks nutzen britische Spione im Web

Web
10.02.2014 09:20
US-Whistleblower Edward Snowden hat einem Bericht des amerikanischen Senders NBC zufolge schmutzige Methoden des britischen Geheimdienstes GCHQ aufgedeckt. Der Sender beruft sich auf dabei Powerpoint-Präsentationen des GCHQ aus den Jahren 2010 und 2012. Sie zeigten, wie Gegner unter anderem in Sex-Fallen gelockt würden.

Auch sogenannte "Falsche-Flagge-Aktionen" seien Gegenstand der Präsentationen. Dabei werden zum Schein Taten begangen, die dann anderen Staaten unter anderem mithilfe von Social Media in die Schuhe geschoben würden. Auch Computer seien gehackt und Propaganda-Aktionen über Social Media wie YouTube und Twitter gestartet worden.

Eigene Abteilung für schmutzige Tricks
Das GCHQ unterhalte unter der Bezeichnung "Joint Threat Research and Intelligence Group (JTRIG)" eine eigene Abteilung, die für diese Art von Geheimdienstarbeit zuständig sei, heißt es in dem Bericht weiter. Das Spektrum der Ziele für solche Aktionen reiche von den Computerhackern der Gruppe Anonymous bis zum Iran.

Der Sender zitiert den Rechtsprofessor Eric King von der London School of Economics, der der britischen Regierung die Berechtigung für solche Methoden abspricht. London habe andere Staaten wie Russland dafür angeprangert, Computersysteme zu hacken. Es gebe in Großbritannien keine Rechtsgrundlage für solche Aktionen.

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