Er will alles ändern: Der aktuelle Bundestagsvizepräsident und Linke-Politiker Bodo Ramelow hätte gerne eine neue Hymne für Deutschland. Damit nicht genug – auch über die Flagge will er abstimmen lassen.
Bodo Ramelow überraschte mit einem neuen Vorschlag: Der Politiker will die deutsche Nationalhymne ändern. Er kenne viele Ostdeutsche, die die Nationalhymne aus vielerlei Gründen nicht mitsingen würden. Bereits im Mai 2019 kritisierte Ramelow, dass er zwar die dritte Strophe des Deutschlandliedes mitsingen, aber „das Bild der Naziaufmärsche von 1933 bis 1945 nicht ausblenden“ könne.
Text der Kinderhymne gefalle ihm besser
„Ich würde daher tatsächlich gerne die Kinderhymne von Bertolt Brecht zur Abstimmung stellen“, sagte Ramelow der „Rheinischen Post“. Diese habe einen wunderbaren Text und „über die Passage, dass ein besseres Deutschland blühe, könnten wir Zugang zu einer gesamtdeutschen Hymne finden, die wir alle zusammen mit Freude singen könnten“, meinte der Politiker.
Auch Deutschland-Flagge für Ramelow fragwürdig
Gleichzeitig forderte der Linke-Politiker eine Abstimmung über die deutsche Flagge. Viele würden auch damit fremdeln. „Ich weiß, dass Schwarz-Rot-Gold die Absage an totalitäre Strukturen ist“, sagte er. „Ich würde das alles mit Artikel 146 zur Abstimmung stellen wollen, der ja besagt, dass das Grundgesetz seine Gültigkeit verliert, sobald eine neue Verfassung in Kraft tritt, die vom deutschen Volk in freier Entscheidung beschlossen wurde“.
CSU schlägt Rücktritt vor
CSU-Generalsekretär Martin Huber nennt den Vorstoß „absurd“ – und legt dem Bundestagsvize den Rückzug nahe. Zur „Bild“ sagte er: „Die Linke kann mit Deutschland nichts anfangen. Wer Deutschlands Nationalsymbole austauschen will, ist als Bundestagsvizepräsident ungeeignet.“ Und Huber betont: „Flagge und Hymne sind Ausdruck unserer Geschichte, sie stehen für Einigkeit, Recht und Freiheit, sie sind Zeichen unserer Demokratie.“
Ramelow erntete Spott für Vorschlag
„Die Regenbogenfarbe, die schon über das Verteidigungsministerium wehte, wäre ein toller Vorschlag (Ende der Satire).“ kommentierte ein User den Artikel im Magazin „Focus“. Eine Frau schrieb, sie schäme sich „für solche Wessipolitiker. Ich bin stolz auf mein Land, auf die Hymne und die Fahne.“
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