Gekonnt einrichten

So schaffen Sie ein Traum-Bad auf kleinem Raum

Bauen & Wohnen
05.11.2013 13:39
Die kalte Jahreszeit hält Einzug, und dementsprechend rückt die Entspannungs- und Relaxfunktion des Badezimmers stärker in den Vordergrund. Doch was tun, wenn das eigene Badezimmer schon von der Größe her so gar nichts gemein hat mit den Privat-Luxus-Spas aus Werbung und Hochglanzmagazinen? Keine Sorge - auch aus einem kleinen Bad lässt sich eine ganze Menge machen.

Allen proklamierten Design-Badezimmertrends zum Trotz: Der großzügige Wellnessbereich auf üppigen Quadratmetern ist die Ausnahme und bei Weitem nicht die Regel. Durchschnittlich liegt die Badezimmergröße in heimischen Haushalten bei etwa sechs Quadratmetern – und auch das ist eher ein statistischer Wert denn gelebte Wohnrealität.

Vor allem in älteren Wohnbauten finden sich häufig klein geschnittene Badezimmer, häufig deutlich unter den genannten sechs Quadratmetern. Der Grund dafür liegt darin, dass sich das Badezimmer erst in den letzten Jahren stark von der funktionalen Nasszelle hin zum wichtigen Entspannungs-Wohnbereich entwickelt hat.

Doch auch in kleinen Badezimmern lässt es sich gut relaxen und man kann allen Wellness-Komfort genießen. Vorausgesetzt, man nützt den vorhandenen Raum optimal aus.

Einige Grundregeln für kleine Bäder
Die gute Nachricht: Da kleinere Badezimmer eben nicht die Ausnahme sind, sondern sehr viele Menschen betreffen, haben Sanitärindustrie, Möbelproduzenten und Badplaner in den vergangenen Jahren stark an Lösungen und speziellen Produktserien für kleine Räume gearbeitet.

Allerdings lautet die wichtigste Grundregel bei der Gestaltung: An guter und umfassend überlegter Planung führt kein Weg vorbei. Denn im Gegensatz zu großen Räumen werden bei der Badplanung auf kleinem Raum Planungsfehler fast nie verziehen und rächen sich im Benützer-Alltag meist besonders deutlich.

So empfehlen z.B. Badplaner, gar nicht erst zu versuchen, den ohnedies kleinen Raum abzuteilen. Großzügige durchgehende Lösungen sind gefragt. Ein Beispiel: Statt in dem kleinen Raum eine abgetrennte Dusche hineinzuquetschen, ist es sinnvoller, den gesamten Raum zu einer sehr großen offenen Dusche umzugestalten.

Als Stauräume empfehlen sich Installationswände (Leichtbauweise), die gleichzeitig die Wasserleitungen verbergen. Kleine Nischen können als Ablageplätze genützt werden.

Ebenfalls wichtig, und zwar nicht nur für die Optik, sondern auch für die eigene Sicherheit: Stolperfallen sollten vor allem in kleinen Bädern radikal vermieden werden. So ist die bodenebene Dusche nicht nur sicherer, sondern lässt den Raum auch moderner, großzügiger und weiter erscheinen als herkömmliche Duschwannen mit Türen.

Optisch tricksen mit den richtigen Fliesen
Ganz allgemein kommt der Fliesengestaltung im Badebereich seit jeher eine besondere Bedeutung - auch und vor allem in puncto optische Wirkung - zu. Eine ebenso hartnäckige wie falsche Handwerkerregel lautete hier noch in den frühen 70er-Jahren: Je kleiner der Raum, desto kleiner die Fliesen. Ein fataler Irrtum, an dem heute noch so mancher Benutzer eines Bades aus dieser Zeit leidet. Denn genau das Gegenteil ist der Fall: Möglichst großformatige Fliesen in hellen Farben verleihen dem Raum Weite und Großzügigkeit. Das liegt allein schon daran, dass fast kein Fugenmuster zu sehen ist. Bei kleinen Fliesen in kleinen Räumen verhindert das intensive Fugenbild jeden Versuch, den Raum großzügig wirken zu lassen.

Auch Mosaike können kleine Bäder schmücken. Wichtig ist hier ebenfalls die überlegte Gestaltung (Platzierung, Farbe, Muster). Gekonnt angebracht, schätzen Badgestalter an Mosaiken, dass diese dem Raum nicht nur eine persönliche Note verleihen und einen bestimmten Stil unterstreichen können, sondern auch eine spezielle Tiefenwirkung im Raum erzeugen.

Einrichtung und Licht
Soll in dem Bad auch ein WC platziert sein, so eigen sich hierzu am besten Hänge-WCs, die zierlicher wirken und dadurch auch weniger Platz wegnehmen. Was die Schaffung von gerade im Badezimmer besonders wichtigen Schränken, Stauräumen etc. betrifft, so bieten einige Produzenten heute clevere Badezimmer-Möbelserien speziell für kleine Badezimmer an. Sogar Maßanfertigungen sind zu erschwinglichen Preisen erhältlich.

Zugegeben, pflegeleicht sind sie nicht – doch großzügige Spiegel sollten im kleinen Badezimmer nicht fehlen. Ein optischer Trick, der im Handumdrehen auch kleine Bäder ganz groß wirken lässt. Auf die gekonnte Platzierung kommt es an. So kann z.B. eine schmale Wand ganz mit einem Spiegel verdeckt werden.

Möglichst viel Licht trägt ebenfalls zu einem großzügigen Raumgefühl bei. Allerdings nur dann, wenn es weich und sanft ist. Besonders gemütlich im Herbst und Winter sind Farblicht-Paneele.

Ein Hauch von Luxus...
...steht vor allem kleinen Bädern sehr gut und wertet den gesamten Raum zusätzlich auf. So zahlt es sich aus, in ein etwas ausgefalleneres, edleres Waschbecken zu investieren. So zieht z.B. ein Waschtisch aus Naturstein oder von Holz umrandet ganz automatisch den Blick auf sich. Da kann das Waschbecken selbst etwas kleiner sein. Besonders geeignet für kleine Bäder sind übrigens, so Bad-Profis, ovale und runde Formen.

Auch einzelne Edel-Accessoires verleihen selbst dem kleinsten Raum das gewisse Extra und unterstreichen den persönlichen Stil. Motto aber hier: Weniger ist mehr, denn zu viel schmückendes Beiwerk erdrückt den kleinen Raum.

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