Jahrelang lebte sie unter dem Namen Gabrielle Solis auf der fiktiven Wisteria Lane in einer US-Vorstadt. Eva Longoria spielte die „verzweifelte Hausfrau“ perfekt. Sie war das Ex-Model, das alles hatte: einen reichen Ehemann, eine große Villa, viel Zeit zum Shoppen, und Sex mit dem jungen Gärtnerburschen.
Mit der schwarzen Komödie und Kultserie „Desperate Housewives“ um vier frustrierte Nachbarinnen wurde Longoria berühmt. Erst nach acht Staffeln, 180 Folgen und zig Fernsehpreisen hatten die Hausfrauen im Herbst 2012 hierzulande ihren letzten Auftritt. Longoria, die am heutigen Samstag ihren 50. Geburtstag feiert, wird oft auf diese Rolle festgelegt, dabei hat sie viel mehr zu bieten.
Mexikanische Wurzeln
Die renommierte Harvard-Universität verlieh ihr einst die „Künstler des Jahres“-Auszeichnung für ihr humanitäres Engagement für Migranten und Latinos in den USA. Longoria, die im texanischen Corpus Christi aufwuchs, hat selbst mexikanische Wurzeln.
2011 produzierte sie den Dokumentarfilm „The Harvest“ über Einwanderer-Kinder, die als Erntehelfer auf den Feldern in den USA arbeiten. Ihre Stiftung, The Eva Longoria Foundation, setzt sich für eine bessere Ausbildung und Berufsförderung von Latinos ein.
Ihre Mutter habe sehr viel Wert auf die Ausbildung ihrer vier Töchter gelegt, sagt die Schauspielerin. Als sie im Mai 2013 ihren Master an der California State University in Northridge machte, tat sie dies stolz in den sozialen Netzwerken kund. Ihre Examensarbeit in Politikwissenschaften drehte sich um die Ausbildung von Einwanderern. In Interviews bemängelte der TV-Star, dass er oft unterschätzt werde.
Longoria steht auch hinter der Kamera
Das mag an den meist leichten Comedy-Rollen liegen, die sie im Showgeschäft aber zu einer der erfolgreichsten Latinas gemacht haben. Neben „Desperate Housewives“ war Longoria unter anderem auch in „Jane The Virgin“ oder „Onyl Murders in the Building“ zu sehen.
Aber natürlich mischte die Schauspielerin auch auf der Leinwand mit. Mit Michael Douglas und Kiefer Sutherland drehte sie den Thriller „The Sentinel – Wem kannst du trauen?“ (2006), mit Paul Rudd die Fantasy-Romanze „Meine himmlische Verlobte“ (2008).
In den letzten Jahren stand Longoria aber viel lieber hinter der Kamera. So produzierte sie den Keanu-Reeves-Thriller „John Wick“ und die TV-Serie „Devious Maids“ über Hausmädchen im reichen Beverly Hills. Bei dem Film „Flamin‘ Hot“ führte Longoria 2023 Regie.
Lebt mit Familie in Spanien
Aber nicht nur beruflich, auch privat hat Eva Longoria ihr Glück gefunden. Nach zwei gescheiterten Ehen – unter anderem mit Basketball-Star Tony Parker – schwebt die Schauspielerin seit mehr als zehn Jahren mit José Bastón im siebten Himmel. Mit ihm hat sie Sohn Santiago.
Für den Neunjährigen hat Longoria auch ihrer Heimat den Rücken gekehrt. Seit einiger Zeit wohnt die Familie nicht mehr in den USA, sondern Großteils im spanischen Marbella. In Spanien drehte Longoria zudem zuletzt ihre Serie „Searching for Spain“, in der sich Longoria auf eine kulinarische Reise begibt.
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