Nordische WM

Tschofenig nach Horror-Start: „Ist schon positiv!“

Nordische Ski WM
06.03.2025 21:16
Porträt von krone Sport
Von krone Sport

Die Erleichterung war Daniel Tschofenig am Rande der Granåsen-Großschanze deutlich anzumerken. Der Tourneesieger und Weltcupleader erlebte mit Platz 21 von der Normalschanze und der verpassten Mixed-Team-Nominierung einen Horror-Start in die WM, am Donnerstag durfte sich der Überflieger der Saison mit Team-Silber über seine erste Medaille in Trondheim freuen.

 „Jetzt zu wissen, ich fahre fix mit einer Medaille nach Hause, das ist schon positiv“, sagte der Kärntner zufrieden.

Zwar hätte die angepeilte Goldmedaille freilich auch Tschofenig besser zugesagt, nach zwei für ihn soliden Sprüngen bekommt der 22-Jährige nach Team-Bronze 2023 in Planica am Freitagabend im Zentrum Trondheims nun Silber umgehängt. „Natürlich hatten wir es uns gewünscht, dass da die österreichische Hymne erklingt, aber wir dürfen uns über die Silbermedaille definitiv nicht ärgern“, sagte der achtfache Saisonsieger.

(Bild: Andreas Tröster)

Seine Sprünge seien weiterhin auf einem guten Niveau. Aber: „Das Quäntchen Glück war nach wie vor nicht auf meiner Seite. Ich habe doch immer relativ nett Punkte gesammelt mit dem Rückenwind.“

Tschofenig auf der Suche
Vor dem Abschlussbewerb am Samstag ist Tschofenig noch auf der Suche nach dem Schlüssel zur WM-Großschanze. „Da sind andere sicher schon weiter, aber ich bin auf dem besten Weg dorthin. Ich weiß wieder, was ich zu tun habe“, bekräftigte er. Den freien Tag am Freitag will der bisherige Saison-Dominator für einen letzten Feinschliff nutzen. „Wir werden es noch einmal analysieren und schauen, wo wir uns verbessern können. Aber es ist nichts Unlösbares.“

Sollte es in Norwegen nicht mit der angepeilten ersten Einzel-Medaille klappen, will sich Tschofenig auch nicht unterkriegen lassen. „Wenn es nicht aufgeht, haben wir in dieser Saison auch noch ein bisschen was vor uns“, sagte er mit Blick auf den möglichen Gewinn des Gesamtweltcups, den er sechs Bewerbe vor Saisonende mit 183 Punkten vor Teamkollege Jan Hörl anführt. Doch davor soll im Idealfall noch eine weitere Medaillenfeier in Trondheim folgen. „Wir sind bester Dinge.“

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