Wer das 210 Seiten starke Regierungsprogramm so genau liest wie die „Krone“-Redaktion, wird über eine ganz besonders fragwürdige Passage stolpern. In der es eigentlich um die erfolgreiche Vermittlung unserer Grundwerte gehen sollte ...
Ausgerechnet in dem gemeinsamen Abkommen über „Werte- und Orientierungskurse“ für Migranten wird von Schwarz-Rot-Pink offiziell angekündigt, „Gleichberechtigung, LGBTIQ-Rechte, Menschenwürde und Antisemitismus“ zu vermitteln. Antisemitismus, also Judenhass als Grundwert in der österreichischen Verfassung? Wollte man antisemitischen Strömungen unter Zuwanderern nicht eher entgegenwirken?
Ein peinlicher Patzer, der scheinbar niemandem bei der finalen Durchsicht des Dokumentes aufgefallen ist. Zur Ehrenrettung der Verfasser: das gemeinsame Regierungsprogramm ist in kurzer Zeit aus dem Boden gestampft worden, die entsprechende Dokumentation dazu ebenso.
Eine Reaktion der Volkspartei gab es mittlerweile auch schon: „Der gestern den Medien vorab zur Verfügung gestellte Entwurf des Regierungsprogramms wird nach der geplanten Angelobung der künftigen Bundesregierung in der Regel vom Bundeskanzleramt formatiert, gelayoutet und korrigiert und danach offiziell veröffentlicht. Etwaige Fehler werden bis dahin also noch korrigiert.“
Speed kills, wie ÖVP-Urgestein Andreas Khol einmal anmerkte.
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