Mitte Jänner ging der Polizei eine Tätergruppe ins Netz, die sich auf Einbrüche in Bildungsstätten spezialisiert hatte. Jetzt schlugen bisher Unbekannte erneut in Schulen und Kindergärten zu, zerstörten dabei Fenster und Türen. Doch warum sind diese Objekte bei Langfingern so beliebt?
Erst Mitte Jänner wurde eine Bande dingfest gemacht, die sich auf Einbrüche in Schulen spezialisiert hatte. Zuletzt drangen drei Unbekannte in die Mittelschule Riedau ein, stahlen Geld für Schulausflüge. Ein Ende derartiger Delikte scheint nicht in Sicht: Allein in den Semesterferien und der aktuellen Woche suchten Unbekannte eine Volksschule und drei Kindergärten in den Ortsteilen Haid und Kremsdorf in Ansfelden heim.
Hoher Sachschaden
Die Beute dürfte gering sein, Bürgermeister Christian Partoll (FPÖ) betont, „dass es dort nichts zu holen gibt“. Was bleibt, ist der Sachschaden: „Die haben Türen und Fenster aufgebrochen, ein Schaden von ein paar tausend Euro ist da gleich erreicht“, so Partoll verärgert. Die Stadtgemeinde stehe im Austausch mit der Exekutive, die die Gebiete in nächster Zeit verstärkt bestreifen soll. „Wir denken aber auch über Alarmanlagen in den Objekten nach“.
„Leichte“ Beute
Die „OÖ-Krone“ wollte von Christian Schmidseder, Leiter des Einbruchsdezernats bei der Landespolizeidirektion OÖ, wissen, warum Bildungsstätten scheinbar so attraktiv für Gauner sind: „Die Objekte befinden sich oft am Rande von Ortschaften oder Siedlungen, sie sind unbewohnt, und es gibt meist keine Alarmanlagen“, so der Ermittler.
Wir verzeichnen momentan keinen sprunghaften Anstieg an derartigen Delikten.
Christian Schmidseder, Polizei
Sind die Täter im Schutz der Dunkelheit erst einmal im Gebäude, brechen oder treten sie Türen auf, um mit geringen Bargeldmengen wieder zu verschwinden. „Solche Delikte gibt es immer, noch verzeichnen wir aber keinen sprunghaften Anstieg“, beruhigt Schmidseder.
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