18.07.2013 19:52 |

Anti-Apartheid-Held

Feierstimmung und Sorgenfalten zu Mandelas 95er

Es gibt nicht viele Menschen, deren Geburtstag weltweit gefeiert wird. Wenn aber Südafrikas Nationalheld Nelson Mandela 95 Jahre alt wird, gibt es sogar eine Sondersitzung der UN-Vollversammlung in New York. Doch die Sorgen um den Gesundheitszustand der Friedensikone sind damit nicht vergessen, wie sich am Donnerstag zeigte.

UN-Generalsekretär Ban Ki Moon feierte den südafrikanischen Friedensnobelpreisträger an seinem 95. Geburtstag als "Ikone für Gerechtigkeit und Gleichberechtigung". Mandela sei ein "Gigant unserer Zeit", sagte Ban am Donnerstag bei der Sondersitzung. Die Welt gedenke des südafrikanischen Nationalhelden. "Wir sind vereint in Sorge", so Ban.

Viele Ehrengäste bei der Sondersitzung
Zu der Sondersitzung kamen als Ehrengäste auch der frühere US-Präsident Bill Clinton, der US-Bürgerrechtler Jesse Jackson, der Sänger Harry Belafonte und der Anti-Apartheid-Aktivist Andrew Mlangeni, der gemeinsam mit Mandela im Gefängnis gesessen war.

Mandela habe der Welt beigebracht, dass man sich erst selbst vom Hass befreien müsse, bevor man anderen Menschen helfen könne, sagte Clinton. Mandela sei zu einem "Symbol der Menschheit für Hoffnung" geworden, so sein Weggefährte Mlangeni.

"Internationaler Nelson-Mandela-Tag"
Millionen Menschen in aller Welt, Politiker, Prominente und einfache Bürger, Firmenbelegschaften, Schulklassen und Gemeinden beteiligten sich am Donnerstag am "Internationalen Nelson-Mandela-Tag" der Vereinten Nationen. 67 Minuten lang sollten sich die Menschen an diesem Tag sozial engagieren - denn 67 Jahre war Mandela politisch aktiv. 27 Jahre davon saß er wegen seines Kampfes gegen das rassistische Apartheidsystem im Gefängnis.

Mandela seit Wochen ans Spitalsbett gefesselt
Seit fast sechs Wochen liegt Mandela nun schwer krank in der Klinik. Die Sorge, dass er den Kampf um sein Leben verlieren könnte, ist groß. Das Krankenhaus in Pretoria ist bereits eine Art Wallfahrtsort geworden. Südafrikaner unterschiedlichster Herkunft und Hautfarbe bringen Blumen, Stofftiere, Luftballons, Genesungswünsche und selbstgemalte Bilder. Oft wird gemeinsam gebetet und gesungen.

Viele Südafrikaner fürchten, dass es der letzte Mandela-Tag war, an dem der Nationalheld noch lebt. Wie sonst wären die zahlreichen Besucher zu erklären, die seit Wochen nach Pretoria eingeladen werden, damit sie am Krankenbett Abschied nehmen können. Mandelas Gesundheitszustand ist nach wie vor kritisch, Ärzte bestätigten aber am Donnerstag, dass sich Mandelas Befinden ständig verbessert.

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