07.07.2013 15:52 |

Neue Details bekannt

Drei verdächtige Männer suchten vor Überfall Juwelier auf

Nach dem blutigen Überfall auf einen Juwelier am Freitag in der Äußeren Mariahilfer Straße in Wien - der Inhaber hatte einen der drei Täter erschossen - sind am Sonntag neue Details bekannt geworden. Drei Männer, die dem Juwelier verdächtig vorkamen, hatten das Geschäft drei Tage vor dem Überfall aufgesucht. Der Geschäftsmann alarmierte deshalb die Polizei. Der Verdacht liegt nahe, dass die Täter den Juwelier ausgekundschaftet hatten.

Wie Polizeisprecherin Michaela Rossmann bekannt gab, hatte der Juwelier am vergangenen Dienstag die Polizei kontaktiert, nachdem drei unbekannte Männer sein Geschäft betreten, ihn in ein Gespräch verwickelt und schließlich wieder das Weite gesucht hatten.

Juwelier hatte "ungutes Gefühl"
Die drei Unbekannten seien dem Geschäftsmann "seltsam vorgekommen". Er habe "ein ungutes Gefühl gehabt" und daher die Polizei angerufen, nachdem die Männer das Geschäft wieder verlassen hatten. Die vermeintlichen Kunden sollen sich nach speziellen Schmuckstücken erkundigt, aber dann doch nichts gekauft haben.

Daraufhin statteten Polizeibeamte dem Juwelier einen Besuch ab und protokollierten seine Beobachtungen. Da zu diesem Zeitpunkt jedoch keine Hinweise auf eine strafbare Handlung vorlagen, wurde der Fall vorerst nicht weiter verfolgt.

Laut Polizei steht derzeit nicht eindeutig fest, ob es sich bei den drei Unbekannten um jene Männer gehandelt hat, die dann am Freitag teilweise bewaffnet in das Geschäft gestürmt waren.

20-jähriger Verdächtiger in Justizanstalt überstellt
Bei dem Überfall wurde ein 43-jähriger Litauer vom Juwelier erschossen. Am Freitagabend konnte dann ein 20-jähriger Mann aus Litauen in der Nähe des Elterleinplatzes in Wien-Hernals festgenommen werden. Sein Äußeres - speziell seine Kleidung - stimmte mit einer vom überfallenen Geschäftsmann abgegebenen Personsbeschreibung überein.

Der festgenommene 20-Jährige wurde am Sonntag weiter von der Polizei vernommen und schließlich in die Justizanstalt Wien-Josefstadt überstellt. Er soll nach wie vor bestreiten, in den Raub verwickelt gewesen zu sein. Ob eine Gegenüberstellung mit dem Juwelier und dessen bei dem Coup anwesender Ehefrau stattgefunden hat, gab die Polizei nicht bekannt.

Fest steht, dass die Justiz am kommenden Dienstag entscheiden muss, ob die Verdachtslage für die Verhängung der U-Haft ausreicht.

Dritter Mann spurlos verschwunden
Vom dritten Mann fehlt nach wie vor jede Spur. Eine Obduktion des erschossenen Täters wurde angeordnet. Ob gegen den Juwelier ein Ermittlungsverfahren eingeleitet wird, hat die Staatsanwaltschaft Wien noch nicht entschieden. Vorerst müssen die Umstände des Geschehens geprüft werden.

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