Eine SMS in Zeiten von WhatsApp & Co. ist ja schon grundsätzlich immer etwas verdächtig. Als das Handy eines 38-jährigen St. Veiters am Dienstagabend aufleuchtet, jagt ihm der Inhalt einer Nachricht einen kalten Schauer über den Rücken.
„Ich werde dich umbringen und ich weiß, was du gerade machst“ – so kann man wohl den Inhalt der SMS, die ein 38-Jähriger in St. Veit am Dienstagabend von einer unbekannten Nummer erhält, zusammenfassen. Und der unbekannte Täter, der sich später als Täterin herausstellt, scheint ihn zu beobachten – die Beschreibung, was er gerade macht, passt perfekt. Gleich erstattet der Mann Anzeige.
Und für die Polizei ist eine unbekannte Nummer keine große Hürde. „Eine Stammdatenabfrage ergab, dass die Mobiltelefonnummer an eine 39-jährige Frau aus Althofen vergeben war. Die Frau konnte am 08.01.2025 um 21.30 Uhr an ihrer Wohnungsadresse angetroffen werden“, berichten die Beamten. Die Verdächtige versucht kurz, ihren Kopf aus der Schlinge zu ziehen, gesteht aber schnell.
Verdächtiger Geruch kommt aus Wohnung
Doch dann riecht ein Beamter einen bekannten, süßlichen Geruch – nach der Morddrohung hat sich die Frau einen Joint gegönnt. „Da aus der Wohnung Cannabisgeruch wahrnehmbar war, betraten die Beamten die Wohnung und konnten am Wohnzimmertisch ca. sieben Gramm Cannabiskraut wahrnehmen und sicherstellen“, so die Polizei.
Die 39-Jährige sieht ein, dass sich Leugnen auch da nicht lohnt – neben dem Rauchen des Joints gesteht sie, dass sie die Drogen in Slowenien gekauft und nach Österreich eingeführt hat.
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