Sturm verabschiedete sich mit einem knappen 2:3 in der Champions League bei Lille in die Winterpause. In der auch darüber entschieden wird, ob Jürgen Säumel Trainer bleibt oder nicht. Die Statistiken sprechen jedenfalls für den Fan-Liebling. Eine Kolumne dazu von Christoph Kothgasser.
Real Madrid geschlagen, Atlético Madrid besiegt, ein Remis gegen Juventus Turin geholt. Lille ist nicht nur eine französische Spitzenmannschaft, sondern lehrte der Crème de la Crème des europäischen Fußballs heuer schon mehrfach das Fürchten. Und dann kam da gestern Sturm nach Lille, schnupperte plötzlich an der Sensation. Am Ende reichte es nicht ganz. Doch auch das Lille-Spiel hat aufgedeckt: Interimscoach Jürgen Säumel hat gezeigt, dass er mehr als nur eine Zwischenlösung sein kann. Er KANN Chef sein!
In der „Königsklasse“ holte Sturm unter seiner Regie gegen Girona den ersten Sieg. Mit den Erfolgen gegen Klagenfurt, Tirol und dem Punktgewinn gegen Altach hat der ehemalige Teamspieler auch in der Bundesliga geliefert. Im Klub machen sich einige für Säumel stark. Aus dem Umfeld wird er in höchsten Tönen für seine Expertise gelobt. Und die Fans lieben die Identifikationsfigur ohnehin. Auch bei Gesprächen mit Anhängern, die zum Teil sogar mit dem Nachtzug via Brüssel angereist waren, ist die Meinung beim Stadtbummel durch Lille fast überall ident: Säumel hätte sich bei Sturm eine Chance verdient! So müsste jetzt eigentlich nur noch Neo-Sportchef Michael Parensen Ja sagen.
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