Traurige Nachricht aus Südafrika. Denn zwei Raubkatzen aus einst heimischen Gefilden hauchten ihr Leben aus! „Anna“ und „Kira“ waren einst Attraktionen im Safaripark Gänserndorf.
Eine kleine Ewigkeit auf Erden durften die beiden stolzen Löwinnen die sanften Brisen und Sonnenstrahlen der afrikanischen Savanne genießen. Doch jetzt mussten die Königinnen der Tiere – sie waren vor 17 Jahren in das Vier-Pfoten-Reservat im Herzen Südafrikas gerettet worden – von ihren altersbedingten, gesundheitlichen Leiden erlöst werden. „Anna“ war mit 24 Jahren die älteste ihrer Spezies im Reservat, also eine echte Methusalemin, ihre Freundin „Kiara“ wurde 20 Jahre alt.
Von Gänserndorf nach Lions Rock
„Meine Schützlinge waren die Letzten des Rudels aus dem aufgelassenen Safaripark Gänserndorf im Osten Niederösterreichs. Die Raubtierdamen haben unser aller Leben hier bereichert“, trauert Hildegard Pirker, die Leiterin von „Lions Rock“, der weltweit einzigartigen Vier-Pfoten-Auffangstation. Hier finden Großkatzen, die zuvor meist unter schrecklichen Bedingungen und in Gefangenschaft leben mussten, ein neues Zuhause bis zu ihrem natürlichen Lebensende.
Geborgenheit im Familienrudel
„Wenn die Tiere bei uns im Herzen Südafrikas ankommen, setzen wir alles daran, dass sie sich schnell an ihre neue Umgebung gewöhnen können. Natürlich müssen wir uns auch um ihre Ernährung und ihre individuellen medizinischen Bedürfnisse kümmern. Das heißt dann aber auch, dass wir schweren Herzens Abschied nehmen müssen“, erklärt Pirker, die betont, dass „Anna“ und „Kiara“ in ihrem früheren Leben mehr Glück hatten als die meisten Großkatzen, die aus rostigen und winzig Käfigen befreit werden. „Sie kamen in der Geborgenheit ihres Familienrudels an und verließen uns auf dieselbe Weise. Wir sind so dankbar, dass wir ihnen ein langes und glückliches Leben in der besten natürlichen Umgebung unter dem afrikanischen Himmel bieten konnten. Sie werden immer einen besonderen Platz in unseren Herzen und in der Geschichte von ,Lions Rock’ haben“, so Hildegard voller Rührung.
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