Beim alten Rivalen

GAK: Heißes Duell gegen den Linzer „Zwilling“

Steiermark
24.11.2024 11:00

Im Duell mit dem „Linzer Zwilling“ Blau-Weiß will der GAK am Sonntag (14.30) die Rote Laterne loswerden! Sportchef Didi Elsneg sieht beim ausverkauften Gipfel der beiden letzten Aufsteiger in Linz (zu dem 600 Rote mitpilgern) etliche Parallelen.

Der mentale Befreiungsschlag beim ersten Liga-Sieg gegen Wattens hat unheimlich gutgetan, gesteht Didi Elsneg: „Denn dieses Thema hat bei uns jeden beschäftigt.“ Klar wäre er vor der Winterpause noch gerne die Rote Laterne los: „Aber Punkteplan geben wir keinen aus. Wir müssen weiter so gefestigt agieren wie in den letzten drei Spielen, stabil, kompakt, mit guten Umschaltmomenten. Die Jungs und das neue Trainerteam machen das sehr gut. Da ist wieder unglaubliche Energie drinnen!“

Deshalb ist Elsneg guten Mutes, dass seine Truppe nicht wie beim 2:2-Hinspiel in Graz die erste Halbzeit verschläft (0:2), sondern diesmal sofort so engagiert zu Werke geht wie bei der Aufholjagd nach der Pause.

GAK-Sportchef Didi Elsneg sieht Parallelen mit dem jüngsten Gegner.
GAK-Sportchef Didi Elsneg sieht Parallelen mit dem jüngsten Gegner.(Bild: Christian Jauschowetz)

BW Linz ist ein alter Rivale, der schon in der Zweiten Liga Aufstiegskonkurrent war und dem GAK vor zwei Jahren den Titel geklaut hat – dennoch gibt’s keine Ressentiments: „Die Wertschätzung gegenüber den Linzer Verantwortlichen Schösswendter und Scheiblehner ist sehr groß. Der Verein hat ähnliche Möglichkeiten wie wir. Da gibt’s Parallelen.“

Das schmucke vereinseigene Hofmann-Personal-Stadion spricht für Blau-Weiß, die Jugendarbeit dank A-Lizenz-Akademie hingegen für den GAK. „Der Weg über die Zweite Liga, mit viel Konstanz und Stabilität ist ähnlich“, so Elsneg, „wie auch die Art Fußball zu spielen. Blau-Weiß hat letzte Saison über Geduld, Konstanz und Teamarbeit den Klassenerhalt gesichert, wir sind gerade dabei, durch Kompaktheit, Balance und Torgefährlichkeit in der neuen Liga zu reüssieren.“

Während Budgets und Transferwerte vergleichbar sind, spricht das Fanpotenzial für die Roten (Zuschauerschnitt 6287 zu 5456 pro GAK) – die Linzer haben mit Ronivaldo (8 Treffer) allerdings einen echten Torjäger als Trumpf: „Wir versuchen ihn als Mannschaft aus dem Spiel zu nehmen, was uns gegen Beljo, Burgstaller und Konate zuletzt auch ganz gut gelungen ist. Außerdem tut’s uns gut, dass Dani Maderner auf einem guten Weg zurück zu seiner Zweitliga-Form ist. Er ist immer für ein Tor gut.“

Blau-Weiß-Torjäger Ronivaldo (l.) ist das große Schreckgespenst für Filipovic (r.) & Co.
Blau-Weiß-Torjäger Ronivaldo (l.) ist das große Schreckgespenst für Filipovic (r.) & Co.(Bild: GEPA)

Tipp für Linz? „Ich erwarte ein brutal umkämpftes Spiel von zwei Teams mit ähnlicher Spielanlage. Kleinigkeiten werden entscheiden. Für die Attraktivität der Bundesliga ist es auf jeden Fall wesentlich, dass es diese beiden Klubs zurück ins Oberhaus geschafft haben.“

Update zur Causa Ulmer? „Andi ist ein Topprofi, der seit Sommer hart an sich arbeitet, aber wir müssen sehen, wie das mit der Matchfitness ist – die Tendenz geht eher Richtung neues Jahr.“

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