Gegen den Plan, im steirischen Neuberg ein Lager für 1200 E-Autos zu errichten, regt sich Widerstand. Eine Bürgerinitiative hat sich formiert, man fürchtet um Boden-, Luft- und Wasserqualität. Jetzt soll geprüft werden, ob das Projekt einer Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP) unterzogen werden muss.
Dass in der kleinen Gemeinde Neuberg eine Lagerstätte für 1200 Elektro-Autos errichtet werden soll, machte die „Krone“ im Oktober publik. Der vietnamesische Fahrzeughersteller Vinfast möchte, wie berichtet, am europäischen Markt Fuß fassen – in Neuberg fand man mit zentraler Lage und guter Anbindung an die Autobahn eine geeignete Fläche für die Zwischenlagerung der Autos bis zu deren Verkauf.
Wir wollen mit Gemeinde und Behörden zusammenarbeiten und fügen uns gegebenenfalls selbstverständlich gesetzlichen Erfordernissen.
Hyoh-Seun Yu, Vinfast Europa
Jedoch: Längst nicht alle Bewohner haben eine Freude mit diesen Plänen. Kritiker formierten sich rasch zu einem überparteilichen BürgerInnen-Komitee. „Wir fürchten eine Zunahme des Schwerverkehr-Aufkommens sowie eine Verunreinigung von Boden, Wasser und Luft“, sagt Friedrich Graf-Götz im Namen aller Mitglieder.
Abteilung 13 muss Causa prüfen
Dass nun die Bezirkshauptmannschaft Bruck-Mürzzuschlag einen Antrag auf Feststellung einer UVP-Pflicht für das Projekt beim Land Steiermark eingebracht hat, lässt die Gegner hoffen: „Angesichts der Dimension dieses Vorhabens ist eine Umweltverträglichkeitsprüfung aus unserer Sicht auf jeden Fall notwendig. Hinzugezogene Umweltrechtsexperten teilen diese Meinung“, sagt Graf-Götz.
Laut Hyoh-Seun Yu von Vinfast Europa sind die für die Steiermark bestimmten Autos bereits im Hafen von Koper (Slowenien) angekommen. Wie lange man auf den Weitertransport warten kann? „Wir hoffen auf eine Entscheidung der verantwortlichen Behörden bis Weihnachten. Die Fahrzeuge haben alle bereits eine EU-Zulassung.“ Gesetzlichen Auflagen würde man sich gegebenenfalls „selbstverständlich fügen“.
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