Die „Krone“-Serie zur Landtagswahl in der Steiermark: Auf Maroni mit Claudia Klimt-Weithaler, der Spitzenkandidatin der KPÖ.
Sonnenbrille, grüner Pullover und violettes Gilet – so kommt die Spitzenkandidatin der KPÖ zum „Steirerkrone“-Interview. Das Stanitzel Maroni klemmt sie sich lässig unter den Arm, aber kann sie auch bei heißen Themen wie dem FPÖ-Aufschwung Ruhe bewahren?
„Krone“: Frau Klimt-Weithaler, im Büro von so manchem KPÖler finden sich Büsten von Karl Marx. Was ziert Ihren Schreibtisch?
Claudia Klimt-Weithaler: Auf meinem Schreibtisch liegt sehr viel Papier – und ein Foto meiner Töchter.
Die Baubranche ist am Boden. Müssten Sie diese nicht unterstützen, wenn Sie sich für leistbares Wohnen aussprechen?
Leistbares Wohnen bedeutet, dass sowohl für die Mieter und Mieterinnen etwas getan werden muss, aber natürlich auch für jene, die sich ein Eigentum geschaffen haben. Es braucht einen totalen Kurswechsel in der Wohnpolitik, denn leider können sich immer mehr Menschen das Wohnen nicht mehr leisten.
Ärgert Sie der Erfolg der FPÖ?
Ärgern nicht, aber ich finde es zum Teil bedenklich, dass die Menschen so einen großen Unmut haben und den nur als Protest bei einer Partei finden. Protest kann man auch in drei Großbuchstaben schreiben: K-P-Ö.
In Graz sind Sie stark, aber was machen die Kommunisten speziell für die Landbevölkerung?
Wir sind in mehreren Gebieten ja mittlerweile im Gemeinde- oder auch Stadtrat, und wir versuchen, am Land wie auch in der Stadt, das Ohr bei den Menschen zu haben. Unsere Türen stehen immer offen, es kommen sehr viele Menschen mit Wünschen und Anliegen zu uns, und die versuchen wir dann auch in den jeweiligen Gremien auf politische Ebene zu heben. Wichtig ist, dass man für die Menschen da ist, egal wo sie wohnen.
Kommen Sie so kurz vor der Wahl noch regelmäßig zum Yoga, oder ist dafür die Zeit zu knapp?
Ich mache in der Früh, bevor ich in die Arbeit gehe, immer 15 Minuten Yoga. Die Zeit nehme ich mir, und da stehe ich lieber ein bisschen früher auf.
Wenn Sie mit einem Politiker oder einer Politikerin, tot oder lebendig, Maroni essen gehen könnten, wer wäre das?
Nachdem ich Elke Kahr mittlerweile sehr selten treffe, würde ich mit ihr Maroni essen gehen.
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