Mieter des Karl-Wrba-Hofes in Wien-Favoriten beklagen Vandalismus und Vermüllung. Das bereitet schlaflose Nächte. Die ÖVP fordert rasche Unterstützung.
Es ist lange her, dass Frau N. eine Nacht durchgeschlafen hat. Schuld sind Jugendbanden, die die Mieter des Karl-Wrba-Hofes regelrecht terrorisieren. „Ich wohne seit 25 Jahren hier, aber in letzter Zeit wurde es immer schlimmer“, berichtet N. Regelmäßig wird auf ihre Wohnungstüre eingetreten oder es wird mit Eiern geworfen. Zuletzt flog ein Stein durch das Fenster. „Mein Kind und ich haben einfach nur mehr Angst“, erzählt die Mieterin. Sie hätte schon oft überlegt auszuziehen, aber das geht nicht, solange ihre Tochter noch bei ihr wohnt. Die nächste Polizeistation ist zwar nebenan, jedoch schließt diese um 19 Uhr.
Müll auf den Gängen zieht Ungeziefer an
Das ist aber nicht das einzige Problem im Gemeindebau in Favoriten. Auch die extreme Verschmutzung macht den Bewohnern zu schaffen. Die Wände sind angesprüht, der Müll wird nicht im Müllraum entsorgt, sondern mitten in der Anlage. Das zieht Ungeziefer an, nicht einmal hat N. eine tote Ratte am Gang gefunden. „Das Problem ist, dass hier viele Migranten wohnen, die die Beschilderungen nicht lesen können“, meint die Wienerin.
Unterstützung bekommt die Mieterin von der ÖVP. „Die mir geschilderten Zustände in dem Wohnbaukomplex im 10. Bezirk sind unerträglich: Den Bewohnern muss dringend geholfen werden“, sagt ÖVP-Landesparteiobmann Karl Mahrer.
Die Zustände im Wohnbau sind unerträglich: Das reicht von einer Rattenplage, bis hin zu Jugendbanden, die Anrainer regelrecht tyrannisieren.
Landesparteiobmann Karl Mahrer (ÖVP)
Wiener Wohnen sagt dazu: „Die Müllproblematik im Karl-Wrba-Hof ist Wiener Wohnen bekannt und sie geht hauptsächlich auf die unachtsame Nutzung der Müllplätze durch einige wenige Bewohner zurück. Ordnungsberater bestreifen die Wohnhausanlage mehrmals wöchentlich und sind auch befugt Strafen auszustellen. Meldungen über Jugendbanden, die in der Wohnhausanlage unterwegs sein sollen, liegen uns nicht vor.“
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