09.03.2013 14:47 |

Wetten auf Pontifex

Scola wird als Papst-Nachfolger favorisiert

Die Gerüchteküche um mögliche Nachfolger von Papst Benedikt dem XVI. kocht: Drei Tage vor dem Start der Wahl eines neuen Papstes am Dienstag gehen britische Buchmacher von einem Kopf-an-Kopf-Rennen unter drei Favoriten aus - dem Mailänder Erzbischof Angelo Scola (im Bild mit Benedikt), Kardinal Peter Kodwo Appiah Turkson aus Ghana und Kardinalstaatssekretär Tarcisio Bertone aus Italien. Italienische Medien sehen ebenfalls Scola auf dem ersten Platz.

Sowohl beim Wettanbieter William Hill als auch bei Paddy Power lag Scola am Samstag mit Abstand vorne. Bertone und Turkson werden wechselnd auf Platz zwei oder drei gesehen. Erst mit großem Abstand folgt dahinter der Wiener Erzbischof Kardinal Christoph Schönborn.

Scola vor Scherer - Ergebnis vor Ostern erhofft
Auch in Rom wird wild über die Kandidaten mit den besten Aussichten auf das Papstamt spekuliert. Als Favorit geht demnach der Mailänder Erzbischof ins Konklave. Laut der römischen Tageszeitung "La Repubblica" kann Scola bisher mit 40 Stimmen rechnen. Vor allem ausländische Papstwähler, darunter auch der Wiener Erzbischof Kardinal Christoph Schönborn, unterstützen laut Medienangaben Scolas Kandidatur. Als alternativer Kandidat, der vor allem mit der Unterstützung der konservativen Kurienmitglieder rechnen könne, gelte der Brasilianer Odilo Pedro Scherer.

Die Papst-Wähler stimmen während des Konklaves in der Sixtinischen Kapelle hinter verschlossenen Türen ab. Gewählt ist, wer zwei Drittel der Stimmen erhält. Die Stimmen von 77 Kardinälen sind für die Wahl eines Nachfolgers Benedikts notwendig. Es wird so lange abgestimmt, bis die Mehrheit steht - was Wochen, Tage oder Monate dauern kann. Der Vatikan hofft auf eine schnelle Entscheidung, damit das neue Oberhaupt der römisch-katholischen Kirche schon zum Osterfest im Amt sein kann.

Erstes Rauchzeichen am Dienstag zu sehen
Inzwischen laufen die Vorbereitungen für den Beginn des Konklaves in der Sixtinischen Kapelle auf Hochtouren. Am Freitag wurde eigens ein Rauchfang auf dem Dach der Kapelle montiert. Von hier aus wird der Rauch, der die Wahl des neuen Pontifex ankündigen soll, nach draußen geleitet.

Mit einem ersten Ergebnis ist am Dienstag gegen 19 Uhr zu rechnen. An allen anderen Tagen werden in der Regel vormittags und nachmittags jeweils zwei Wahlgänge - also vier pro Tag - veranstaltet. Nach den Wahlgängen werden die Stimmzettel verbrannt. Steigt schwarzer Rauch über dem Vatikan auf, ist die Wahl noch nicht entschieden. Steigt hingegen weißer Rauch auf, wurde ein neuer Papst gewählt.

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